Zug um Zug: Tägliches Pendeln zur Uni

Verspätungen, Zugausfälle, Umleitungen oder Stau: Wer täglich weite Strecken zwischen seinem Wohnort und der Uni pendelt, braucht starke Nerven. Außerdem kann die Gesundheit leiden – und Zeit, um sich abends mit den Kommilitonen zu treffen, bleibt sowieso nicht.

Täglich pendeln oder doch lieber vor Ort ein Zimmer suchen? Zum Unistart stehen viele zukünftige Studenten vor dieser Entscheidung – zumindest, wenn ihr bisheriger Wohnort noch einigermaßen dicht am Ort des Studiums liegt. Bei Entfernungen von 100 oder mehr Kilometern überlegt sowieso niemand mehr und zieht um. Wer mit dem Auto fährt, verbringt nicht selten mehrere Stunden pro Woche im Stau. Auch kommt man oft gestresst und müde in der Uni an und hat seine liebe Not, konzentriert dem Prof zuzuhören.

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Öffentliche Verkehrsmittel: Zeit in der Bahn sinnvoll nutzen

Da steigen viele Studis lieber in die öffentlichen Verkehrsmittel. Schließlich heißt es doch hier immer, man könne die Fahrtzeit sinnvoll nutzen. Falls der Zug einigermaßen leer ist, man einen Sitzplatz hat und niemanden, der hinter einem sitzt und gefühlte Ewigkeiten mit seinem Smartphone telefoniert oder laute Musik hört, kann das sogar stimmen. Außer man schläft irgendwann ein, weil die Bahn in der Frühe fährt. Was tun, um die leeren Stunden in der Bahn sinnvoll zu füllen? Die Ratschläge reichen von Entspannen bei (leiser!) Musik per Kopfhörer, Lesen der Seminarunterlagen oder eines Buches, für das man sonst keine Zeit hätte, Lernen von Lateinvokabeln fürs Latinum bis hin zum Pläneschmieden z. B. für die nächste Geburtstagsparty. Sicherlich kann man das alles tun. Doch letztlich sind oftmals nicht die Stunden, die man in der Bahn verbringt, das Problem, sondern die Zeit, die einem durch die Pendelei schlichtweg fehlt. Und zwar für das Knüpfen neuer Kontakte an der Uni. Zeit für das spontane Treffen der Lerngruppe im Park, für die Semesteranfangsparty oder den Stammtisch mit den Kommilitonen aus dem Seminar. Obwohl viele Pendler das Verwurzeltsein in der Heimat als Begründung für ihre Entscheidung anführen, erst einmal am gewohnten Ort zu bleiben, stellen viele Studenten recht bald fest, dass sie die ganze Zeit über ziemlich einsam gewesen sind.

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Fettige Snacks zwischendurch: Immer auf die Linie achten

Hinzu kommen nicht selten gesundheitliche Probleme, die in der täglichen, jahrelangen Pendelei ihre Ursache haben. Da wäre zunächst die Gefahr der falschen Ernährung. Oft fehlt die Zeit, um sich gemütlich z. B. mit seinem Gemüseauflauf an den Küchentisch zu setzen. Stattdessen stillen die fettige Pizza auf die Hand oder das süße Teilchen vom Bäcker den Hunger. Dadurch nehmen Pendler im Schnitt zu viel Fett, Zucker und Salz zu sich. Geht das über Jahre, kann das zu Übergewicht führen und damit einhergehenden Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck. Darüber hinaus sind Pendler, die viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, anfälliger für Erkältungskrankheiten. Eigentlich logisch, denn wenn im vollbesetzten Waggon einer hustet, bleibt niemand von den Bazillen verschont. Nicht ganz so eindeutig ist der Zusammenhang zwischen dem täglichen Pendelverkehr und Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen. Natürlich spielen noch zahlreiche andere Faktoren eine Rolle, doch Pendeln bedeutet eben Stress. Verspätungen, Zugausfälle, Umleitungen oder Staus auf der Autobahn kosten Nerven. Da braucht es schon ein stabiles Nervenkostüm und an Tagen, an denen man z. B. wegen einer Klausur unbedingt pünktlich sein muss, einen Plan B, beispielsweise eine Mitfahrgelegenheit mit dem Auto. Wer anfällig für derartigen Stress ist und zu wenig erholsame Phasen hat, für den kann das Pendlerleben in Kombination mit anderen Faktoren wie z. B. familiären Problemen oder Schwierigkeiten an der Uni, in ein Burnout münden.

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