Work and Travel

Raus aus dem täglichen Einerlei! Endlich mal was erleben! Möglichst weit weg von zu Hause! Das Traumland Australien erkunden! Arbeiten, Reisen und Leute aus aller Welt kennen lernen! Die Motive mögen unterschiedlich sein, doch die Begeisterung ist durchweg groß. Sicher kann man auch als Au-pair ins Ausland gehen oder ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland machen, doch seit Einführung des Working Holiday Visums im Jahr 2000 zieht es immer mehr junge Leute zwischen 18 und 30 nach Australien. Bevor es losgehen kann, bedarf es allerdings einiger Überlegungen. Work & Travel geht natürlich auch in anderen Ländern wie beispielsweise USA, Kanada, Neuseeland oder Japan. Dort gelten teilweise andere Bedingungen

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Wichtige Aspekte der Planung

Am Anfang steht die Entscheidung, ob man alles auf eigene Faust organisieren oder lieber den Service einer Agentur in Anspruch nehmen möchte. In beiden Fällen darf man mit der Organisation nicht bis zur letzten Sekunde warten. Wer etwas unsicher vor seiner vielleicht ersten richtig großen Reise ist, nimmt gern die Hilfe einer Organisation in Anspruch. Sie hilft bei der Beantragung des Visums, beim Abschluss der nötigen Versicherungen, und bei der Buchung des Fluges. Bei der Ankunft ist für erste Übernachtungen gesorgt. Außerdem haben die Organisationen Büros in den größeren Städten und sind bei der Jobsuche behilflich, geben allerdings keine Jobgarantie. Wer die Zusatzkosten in Höhe von mehreren hundert Euro sparen möchte und die selbstständige Organisation vielleicht sogar als Herausforderung sieht, nimmt die Dinge gleich selbst in die Hand. Manch einer reist mit Freund oder Freundin oder sucht sich vor der Abreise Gleichgesinnte, so ist man nicht ganz auf sich allein gestellt.

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Checkliste

Das Wichtigste ist natürlich das Working Holiday Visum und ein gültiger Reisepass. Dann braucht man das nötige Startkapital für ein Hin- und Rückflugticket und die Auslandskrankenversicherung. Bei der Einreise muss man bei einer Kontrolle mit einem beglaubigten Kontoauszug nachweisen können, dass man über einen größeren Geldbetrag etwa in Höhe von derzeit ca. 3.400 Euro auf dem Konto verfügt. Das ist schon im eigenen Interesse wichtig, falls es mit der Jobsuche mal nicht so klappt. Etwa ein halbes Jahr vor der geplanten Abreise sollte man seine Impfungen überprüfen und eventuell auffrischen lassen. Eine kleine Reiseapotheke darf nicht fehlen, wichtige Medikamente sollten ausreichend mitgenommen werden. Eine Kreditkarte muss rechtzeitig beantragt werden, auch ein internationaler Führerschein kann hilfreich sein, ist aber kein Muss. Eine Steuernummer TFN (Tax File Number) sollte bis spätestens einen Monat vor Abreise beantragt werden. Und auch wenn man vor der Abreise ins Abenteuer nicht daran denken mag: Es ist sehr wichtig, für die Zeit nach der Rückkehr zu planen. Wann muss ich mich für den begehrten Studienplatz bewerben oder wie ist es mit der Ausbildungsstelle? Behalte ich meinen Job während des Australienaufenthaltes oder suche ich mir eine neue Stelle?

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Und los geht's

Wenn es endlich losgeht, ist so manchem vielleicht doch etwas mulmig zumute. Der Flug ist lang und die Ungewissheit irgendwie groß. Doch Australien ist auf junge Leute aus dem Ausland vorbereitet, meist trifft man schon unterwegs oder gleich nach der Ankunft die ersten Backpacker, die nützliche Tipps geben können: Wo gibt es preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, wo sind gerade Jobs zu haben? Bei den Jobs gilt es zu beachten, dass man keinem Einheimischen den Arbeitsplatz wegnehmen darf, meist gilt das Prinzip „Arbeit gegen Kost & Logis und Taschengeld.“ Im Vordergrund des Work & Travel steht die Auslandserfahrung, nicht das Geldverdienen. Erntehelfer-Jobs (Fruitpicking), Jobs als Babysitter, in der Gastronomie, in Fabriken oder sogar auf einer Perlenfarm sind möglich. „Wenn man einen Job annimmt, weiß man nicht immer, worauf man sich einlässt. Wir sind auch schon mal rausgeflogen, da waren wir allerdings zu spät zur Arbeit erschienen. Glücklicherweise haben wir schnell etwas Neues gefunden“, resümiert Lea ihre Erfahrungen. „Insgesamt war es auf dem Land immer einfacher, Arbeit zu finden, als in der Stadt“. Ist gerade mal wieder Wirtschaftskrise angesagt, sind auch mehr Einheimische auf Jobsuche. Die nehmen dann Aushilfsjobs an, die sonst den Backpackern vorbehalten waren. Da sind kuriose Erwerbsquellen nicht selten. Katharina beispielsweise arbeitet in einer Bar als Tänzerin, was sie sich eigentlich vorher nicht vorgestellt hatte. Trotzdem will sie bleiben, bis sie etwas anderes findet oder genug Geld zum Reisen hat. Ihre Freundin Nadine ist vorzeitig abgereist, weil mit Arbeit gar nichts lief und sie auf gar keinen Fall in einer Bar arbeiten wollte. „Das Tollste war, dass wir uns unser eigenes Auto gekauft haben und durch endlose Weiten gefahren sind“, berichtet Jonas, der immer Glück mit Jobs hatte. Seine Freundin Anna ist sogar noch durch Südostasien gereist. Sie hat dafür allerdings auch ihre zusätzlichen finanziellen Reserven aufgebraucht. Trotz sehr unterschiedlicher Erfahrungen bereuen die meisten Backpacker ihre Zeit in „down under“ nicht.

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"Du machst ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland? Vertrödelst du da nicht deine Zeit?"