Welche Wohnform passt zu mir? Folge 5: Die Zwischenmiete oder Wohnen auf Zeit

Angebote zur Zwischenmiete finden sich an schwarzen Brettern, in speziellen Internetportalen und in Stadtmagazinen. Zwischenmiete bedeutet: Da möchte jemand für die Dauer von einigen Monate oder einem Jahr etwa wegen eines Auslandaufenthaltes sein Zimmer oder seine Wohnung nicht aufgeben, sondern untervermieten.

nach oben

Rechtliche Einordnung

Es ist unerheblich, ob möbliert oder unmöbliert, ob ein Zimmer oder die ganze Wohnung zur Zwischenmiete angeboten wird – es bleibt grundsätzlich ein Untermietverhältnis. Der Wohnungsinhaber bleibt Hauptmieter. Im Regelfall wird es kein Problem mit einer überraschenden Kündigung geben. Doch was, wenn der geplante Auslandsaufenthalt des Hauptmieters kürzer ausfällt und er plötzlich vor der Tür steht und zurück in seine Wohnung möchte? In diesem Fall hat man als Zwischenmieter schlechte Karten und ist auf die Kulanz des Hauptmieters angewiesen. Fehlt es daran, gelten die kurzen Kündigungsfristen der Untermiete von ca. 14 Tagen zum Monatsende. Doch in der Regel wird der Hauptmieter froh sein, für die geplante Dauer einen festen Untermieter zu haben. Vielleicht lässt sich auch vertraglich vereinbaren, dass man im Fall einer vorzeitigen Rückkehr des Hauptmieters bis zum Ablauf der ursprünglich geplanten Zeit bzw. bis man etwas anderes gefunden hat, dort als Mitbewohner wohnen bleiben kann. Es lohnt sich auf jeden Fall, über dieses Problem vor dem Einzug Klarheit zu schaffen.

nach oben

Zwischenmiete: Klassische Übergangslösung

Angebote zur Zwischenmiete werden zunehmend auch von Auszubildenden, Studierenden oder Berufsanfängern genutzt, die kurzfristig in eine neue Stadt umziehen mussten und auf die Schnelle nichts Dauerhaftes gefunden haben. Die Zwischenmiete ist immer nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur endgültigen Bleibe. Da Zimmer bzw. Wohnungen zur Zwischenmiete meist möbliert angeboten werden, bedeutet Zwischenmiete auch, dass man es sich vorläufig in einem fremden Leben bequem machen muss. Eigenes Mobiliar bleibt beispielsweise bei den Eltern, man schlüpft also vorübergehend in eine fremde Wohnhaut. Bevor man die Wohnung übernimmt, macht man unbedingt im Beisein des Hauptmieters eine Begehung zur Bestandsaufnahme etwaig vorhandener Schäden an Fußböden, Wänden, Haushaltsgeräten und Mobiliar und nimmt ein entsprechendes Protokoll auf, das von beiden Parteien unterzeichnet wird. Zwar muss auch ein Zwischenmieter für Schäden haften, die er verursacht, doch für Altschäden ganz sicher nicht. Frag deine Eltern, ob du noch über deren Haftpflichtversicherung abgesichert bist. Wenn nicht, schließe besser eine eigene Haftpflicht ab.

nach oben

Diskretion erwünscht

Wenn du erst einmal eingezogen bist, wirst du auf Schritt und Tritt mit dem Leben des Hauptmieters konfrontiert. Zwar wird der die wichtigsten Unterlagen und intime Dinge wahrscheinlich auslagern oder wegschließen, doch manches Zeugnis seines Lebens wird frei zugänglich bleiben. Hier versteht es sich von selbst, dass du Respekt hast vor dem fremden Leben und nicht in seine Geheimnisse eindringst. Fotoalben, Festplatte und Korrespondenz sollten – auch wenn sie nicht in einem verschlossenen Schrank deponiert wurden – für dich tabu bleiben.

nach oben

Weitere Tipps, Tests und Artikel

Ein WG-Zimmer zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Konkurrenz ist groß, die Auswahlkriterien sind hart. 

Wie eure Liebe eine Fernbeziehung übersteht

Tipps für eine Wochenendbeziehung

Tägliches Pendeln zur Uni