Welche Wohnform passt zu mir? Folge 3: Das Studentenwohnheim

Wer als Student oder Studentin preisgünstigem Wohnraum sucht, wird am ehesten im Studentenwohnheim fündig werden. Je nach Einrichtung sind auch einige andere Vorteile mit dieser Wohnform verbunden. Jeder zehnte Studierende lebt derzeit in einem Studentenwohnheim – neben Einzelzimmern werden zunehmend auch Studentenwohngemeinschaften angeboten.

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Anbieter und Rechtliches

In Deutschland werden Studentenwohnheime meist von den örtlichen Studentenwerken betrieben, die Anstalten des öffentlichen Rechts sind. Zunehmend gibt es aber auch eine ganze Reihe selbstverwalteter, privat oder von den Kirchen betriebener Studentenwohnheime. Da die Zahl der Interessenten meist größer ist als die Zahl der Wohnheimplätze, sind Wartelisten die Regel. Es gibt in Deutschland ein Studentenwohnheimgesetz, in dem Rechte und Pflichten von Betreibern und Mietern geregelt sind. Das betrifft vor allem die Voraussetzungen für eine Aufnahme in einem Studentenwohnheim, die Dauer des Nutzungsvertrages sowie die Heimordnung. Letztere ist übrigens selbst in kirchlichen Wohnheimen heute meist relativ liberal und lebensnah und soll die Wohnanlage im Wesentlichen nur vor grobem Missbrauch schützen und ein friedliches Miteinander der Bewohner garantieren. Die Heimordnung wird über die gewählte Heimvertretung, der auch die studentischen Bewohnerinnen und Bewohner angehören, festgelegt.

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Standorte und Vorteile

Zum Pro und Contra des Wohnheims gehört auch dessen Lage: Während sich an kleineren Universitätstandorten mit Campus-Hochschulen Wohnheime meist direkt auf dem Campus befinden, liegen sie in größeren Städten oder bei Universitäten in historischen Altstädten oft weit außerhalb – Fahrkosten zur Uni wie auch zu privaten Unternehmungen sind bei der Abschätzung der Mietkosten unbedingt einzukalkulieren. Neben den meist günstigen Mietkosten ist es vor allem die Nähe zu anderen Studierenden, die einen Wohnheimplatz attraktiv erscheinen lässt. Man lebt Tür an Tür, teilt Gemeinschaftseinrichtungen, kann sich schnell zu gemeinschaftlichen Unternehmungen verabreden und lernt auch Studierende anderer Fachrichtungen kennen. Oft leben auch ausländische Studierende im Studentenwohnheim, was im günstigen Fall internationale Kontaktmöglichkeiten eröffnet, im ungünstigen Fall aber auch zu erheblichen Problemen interkultureller Akzeptanz führen kann.

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