Warum Ketchup gar nicht so ungesund ist.

Rot und aromatisch, fruchtig, süß, würzig oder scharf, beim Ketchup bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt. Echte Ketchupfreaks essen am liebsten nichts ohne: Ketchup passt zu Gebratenem und Gegrilltem, zu Pommes frites, Nudeln, Reis und Kartoffelbrei, aber auch zu Eiern oder Gemüse. Die gute Nachricht: Diese Sucht ist gar nicht mal so ungesund, denn der rote Farbstoff Lycopin, der zellschützende Eigenschaften hat, kann aus gekochten Tomaten besser vom Körper aufgenommen werden als aus rohen. Die schlechte Nachricht: Normale Ketchups enthalten zu viel Zucker und auch sonst allerlei fragwürdige Substanzen. Der Ausweg: Bio-Ketchup. Oder besser noch: Kechtup selber machen.

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Ketchup: Tomaten in konzentrierter Form

Ketchup enthält einen sehr hohen Anteil Tomaten, diese werden in sonnengereiftem Zustand verarbeitet. Für die intensive rote Farbe ist der Farbstoff Lycopin verantwortlich, ein Vertreter der Stoffgruppe der Carotinoide. Lycopin hat antioxidative Eigenschaften und schützt so die Zellen vor den Angriffen freier Radikale. Das ganze Immunsystem wird gestärkt, Herzkreislauf- und Krebserkrankungen kann vorgebeugt werden. Außerdem verbessert das Lycopin den natürlichen Sonnenschutz der Haut, indem es Strahlenschäden in der Unterhaut z. T. ausgleichen kann, die durch zuviel UV-Strahlung entstanden sind. Das Besondere am Lycopin ist nun, dass es erst durch Erhitzen aufgeschlossen und so besser vom Körper aufgenommen werden kann. Ketchup ist also durchaus empfehlenswert.

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Ketchup: Was sonst noch so alles drin ist

Ketchup besteht zu etwa 70 % aus Tomaten in Form von Tomatenmark, enthält also tatsächlich jede Menge gesundes Lycopin. Die anderen Bestandteile sind Zucker, Essig, Gewürze, Salz, aber auch Stärke, Verdickungsmittel, Aromastoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Besonders der Zuckeranteil ist oft erschreckend hoch, bis zu 45 Stück Würfelzucker können in einer Flasche Ketchup enthalten sein. Zucker aber führt zu Zahnschäden und Übergewicht. Künstliche Süßstoffe machen ein Ketchup nicht gesünder, sie können in größeren Mengen abführend wirken. Aromastoffe und Geschmacksverstärker lösen manchmal Allergien aus. Der Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also. Bio-Ketchup enthält meist kein Verdickungsmittel, ist also etwas flüssiger. Zu bedenken ist auch, dass konventionelle Tomaten oft sehr stark mit Pestiziden belastet sind, Bio-Ketchup ist da eindeutig im Vorteil. Das Ungesunde an einer Mahlzeit mit Ketchup ist oft nicht das Ketchup selbst, sondern das Nahrungsmittel, das mit Ketchup zusammen gegessen wird, wie z. B. die Pommes frites, die manchmal noch zusätzlich von fettiger Mayonnaise triefen.

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Ketchup: Einfach selber machen

1 kg sonnengereifte Tomaten (nur dunkelrote Tomaten enthalten viel Lycopin) waschen und klein schneiden. 80 ml Essig, 1 geschälte Zwiebel, 1 abgezogene Knoblauchzehe, 30 g Zucker, 2 Gewürznelken, Zimt, Piment, Pfeffer und Salz hinzufügen und 1 Std. köcheln lassen (regelmäßig rühren, um Anbrennen zu vermeiden). Masse durch ein Sieb streichen und noch einmal aufkochen. In ausgekochte Gläser oder Flaschen mit Schraubverschluss füllen, gut verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Selbstgemachtes Ketchup ist nicht so lange haltbar und sollte zügig verbraucht werden.

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