Vorstellungsgespräch

In Kooperation mit Hesse/Schrader – Büro für Berufsstrategie www.hesseschrader.com

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Wer den Personalchef im Vorstellungsgespräch demonstrativ locker begrüßt, hat sich entweder bei einem alternativen Plattenlabel beworben – oder gerade einen Riesenfehler gemacht. Ein cooles, betont lässiges Auftreten gehört in die Freizeit, nicht ins Bewerbungsgespräch. Das gilt für alle Ebenen deines Auftretens: Sprache, Kleidung, Umgangsformen – und auch deine Einstellung dir selbst und dem Leben gegenüber.

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Tabu Nr. 1: Smartphone und Handy

Auch wenn du es gewohnt bist, auf Schritt und Tritt mittels Smartphone Verbindung ins Internet und zur Außenwelt zu halten: Schalte das Ding ab, sobald du ins Gespräch gerufen wirst. Besser sogar noch, sobald du das Unternehmensgebäude betrittst. Denn wie der Zufall es so will, kommt dir dein Gesprächspartner vielleicht bereits im Foyer entgegen und möchte dich begrüßen – du aber tippst gerade wie wild auf deinem Smartphone herum, die Augen starr aufs Display gerichtet und nimmst ihn nicht wahr. Ebenso kontraproduktiv sind Signaltöne mitten im Gespräch; gänzlich indiskutabel ist es, mitten im Gespräch mit dem künftigen Chef ein privates Handygespräch anzunehmen. Deshalb: Abschalten.

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Tabu Nr. 2: Unangemessene Kleidung

Sobald du ein Unternehmen betrittst, kommst du in eine Welt, in der Konventionen eine gewisse Rolle spielen. Zu diesen Konventionen – also Übereinkünften, wie man sich verhalten soll – gehört meist auch ein gewisser Kleidungsstil. Je nach Ausbildungsberuf ist der mal strenger, mal etwas weniger streng. Wer sich bei einer Bank bewirbt, kommt um Anzug und Krawatte bzw. um Kleid oder Rock nicht herum, weil ein seriöses Auftreten in diesem Geschäft zur Basis gehört. Zum Kleid oder Rock gehört die Strumpfhose – also bitte niemals mit nackten Beinen ins Vorstellungsgespräch gehen. Als Frau darf man sich schminken, sollte es aber sehr dezent tun. Nimm dich und deine persönlichen Vorlieben zurück – zeige, dass du dich unterordnen und anpassen kannst. Auch Piercings oder Tattoos können in manchen Ausbildungsberufen ein Problem sein. Gleiches gilt für allzu auffällige Haartrachten – passe dich dem künftigen Umfeld an, dann kann nichts schief gehen.

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Tabu Nr. 3: Unangemessenes Auftreten

Die Art und Weise, wie man sich gegenüber den Mitmenschen verhält, verrät nicht nur die gute oder weniger gute Kinderstube, sondern lässt auch Prognosen zu, wie man die Firma im Kundenverkehr oder in der Öffentlichkeit repräsentieren würde. Deshalb: Schaue deinem Gegenüber in die Augen, tritt selbstbewusst, aber nicht als Selbstdarsteller auf. Kontrolliere deine Gesten, trommele nicht nervös mit den Fingern auf der Tischplatte herum. Sprich deutlich und in ganzen Sätzen, unterbreche dein Gegenüber nicht. Achte auf Körperpflege – aber übertreibe es nicht: Aufdringlich riechende Deos und Duftwässerchen sind nicht jedermanns Sache und für sensible Nasen manchmal genauso schlimm wie Körpergeruch. Sei bescheiden, aber nicht anbiedernd und kriecherisch – Schleimer sind nirgendwo gern gesehen. Bemühe dich um offene, ehrliche Antworten – aber trage das Herz nicht allzu sehr auf der Zunge.

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Tabu Nr. 4: Aus dem Rahmen fallen

Ein Vorstellungsgespräch ist keine Plauderstunde. Auch wenn dein Gegenüber dich vielleicht aus der Reserve zu locken versuchen wird: Sei offen, aber nicht zu freimütig. Denke immer daran, dass dein Gegenüber sich ein Bild von dir zu machen versucht. Er vergleicht es mit dem Bild, das er sich vorher von seinem idealtypischen Bewerber gemacht hat. Allzu extreme Lebensäußerungen und Bekenntnisse werden mit großer Sicherheit nicht in dieses Bild passen. Vorsicht auch mit offenherzigen privaten Auskünften – sie könnten als Neigung missverstanden werden, Interna auszuplaudern.

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Weitere Tipps findet ihr in unserem Video

In diesem Video zum Vorstellungsgespräch von Hesse/Schrader Büro für Berufsstrategie erklärt Jürgen Hesse die Spielregeln und gibt einige hilfreiche Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch. Wir hoffen, dass euch das Video etwas sicherer macht und ihr mit einem guten Gefühl eurem vielleicht zukünftigen Arbeitgeber gegenüber treten könnt.

Wir drücken euch die Daumen!

Mehr über gute Umgangsformen findet ihr im Netz. Zum Beispiel hier:

Arbeitskreis Umgangsformen International, eine bemerkenswerte Initiative von Menschen, die sich dem Coaching verschrieben haben: www.aui-umgangsformen.com/

Die Internetseite vom „Büro für Berufsstrategie“ hat gute Hinweise für Umgangsformen am Arbeitsplatz auf Lager: http://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/knigge-umgangsformen-berufsalltag.php

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