Veganer Special - Vegane Ernährung

Der Blick in den Spiegel kann ganz schön frustrierend sein: Eine kleine Speckrolle quillt über den Hosenbund, das figurbetonte Hemd will einfach nicht zugehen und in Bikini oder Badehose möchtest du dich am liebsten gar nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen. Eine Modelfigur ist hier nicht gefragt, aber ein BMI im grünen Bereich verbunden mit einem gewissen Maß an körperlicher Attraktivität sollte es schon sein.

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Die diversen Diäten wetteifern mit den kühnsten Versprechungen, wie viel Gewicht du in welchem kurzen Zeitraum verlieren kannst. Aber häufig sind Diäten verbunden mit einseitiger Ernährung, dauerndem Kalorienzählen, ständigem Hungergefühl und fehlender Nachhaltigkeit. Zum Glück gibt es die vegane Lebensweise: Erfahrungen zeigen, dass eine vegane Ernährungsweise in vielen Fällen fast beiläufig zu einer Gewichtsreduktion führt, dabei satt macht, lecker ist und keinerlei gesundheitliche Defizite mit sich bringt. Auch wenn du eigentlich Käsebrote, Joghurt und gelegentliche Schnitzel favorisierst, ist Vegan auf jeden Fall einen Versuch wert. Wie bei allen Versuchen, die leidigen überflüssigen Pfunde loszuwerden, gilt allerdings auch hier: Die Anzahl der aufgenommenen Kalorien muss die der verbrauchten unterschreiten und ohne reichlich zusätzliche Bewegung, am besten an frischer Luft, läuft gar nichts.

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So funktioniert es

Viele Diäten setzen auf eine hohe Eiweißzufuhr und empfehlen viel mageres Fleisch oder ersetzen sogar ganze Mahlzeiten durch Eiweißdrinks. Eine sehr hohe Eiweißzufuhr kann jedoch die Nieren übermäßig belasten. Kohlenhydrate werden dagegen oft verteufelt und quasi mit Süßigkeiten gleichgesetzt. Doch komplexe Kohlenhydrate aus Gemüsen und Vollkornprodukten liefern gleichzeitig mit der benötigten Energie reichlich Ballaststoffe, die nicht nur gut sättigen, sondern auch die Verdauung auf Trab halten, außerdem Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Die komplexen Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, Heißhungerattacken nach einem raschen Wiederabfall des Blutzuckerspiegels sind also nicht zu befürchten. Wer es gern süß mag, sollte auf künstliche Süßstoffe dennoch verzichten. Langfristig ist es wichtig, sich an einen etwas weniger süßen Geschmack zu gewöhnen.

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10 Regeln für eine schlanke vegane Ernährungsweise

  • Gemüse und Obst stehen im Mittelpunkt deiner Mahlzeiten und machen ihren Hauptanteil aus, sie bieten eine hohe Nährstoffdichte bei geringer Kalorienzahl
  • Quinoa, Amaranth, Sojaprodukte und Hülsenfrüchte versorgen dich mit allen notwendigen Eiweißen
  • Ersetze alle Weißmehlprodukte durch Vollkornvarianten, letztere haben mehr Vitamine und Ballaststoffe. Getreide ist aber lediglich kleine Beilage zu üppigen Gemüsemahlzeiten
  • Gewöhne deinen Geschmack an weniger Süße. Wenn du gern Süßes isst, gönne dir mal einige Trockenfrüchte, sie sind zwar relativ kalorienreich, liefern aber auch viele Vitalstoffe
  • Schränke deine Fettzufuhr ein, verwende nur hochwertige Pflanzenöle. So bekommst du alle wichtigen Fettsäuren und für die Verwertung der fettlöslichen Vitamine ist gesorgt
  • Iss nur, wenn du wirklich hungrig bist. Nimm komplette Mahlzeiten zu dir und iss nicht dauernd zwischendurch
  • Trinke viel Wasser oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees, Softdrinks sind zwar vegan, aber wegen des Zuckers absolut tabu, auch Fruchtsäfte enthalten viel Fruchtzucker
  • Verzichte auf Alkohol, er liefert unnötige, leere Kalorien und belastet den Organismus
  • Kalorienzählen ist nicht nötig, eine schlanke vegane Ernährungsweise hat übrigens auch nichts mit Selbstkasteiung zu tun
  • Etwa 30 Minuten Bewegung an frischer Luft kurbeln deinen Stoffwechsel an und fordern die Muskulatur; Sonnenlicht auf der Haut ist außerdem wichtig für die Vitamin D-Bildung
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