Veganer Special - Vegan to Go

Als Veganer bist du es gewohnt, immer mal wieder misstrauisch oder mitleidig beäugt zu werden. Und du musst dich bisweilen rechtfertigen, wenn du mit Kollegen an der Essensausgabe in der Kantine stehst. Häufig eckst du an, wenn du Fragen zu den Zutaten der angebotenen Gerichte hast, und wirst nur allzu leicht als spinnert abgetan, wenn du den Nachtisch mit Sahne, Honig und Gelatine ablehnst. Gelegentlich werden sich kontroverse Gespräche entwickeln: Dein Kollege weiß vielleicht gar nicht so genau, warum du auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtest – oder möchte dich von deiner Lebensweise abbringen. Während es vegetarische Gerichte inzwischen in fast jeder Kantine oder Mensa gibt, sind Veganer immer noch eine kleine Minderheit. In den meisten Fällen wirst du dich also ohnehin selbst versorgen müssen, wenn du nicht nur mit Beilagen wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln vorlieb nehmen möchtest. Dafür findest du auf dieser Seite ein paar Anregungen.

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Konversation statt Konfrontation

Lange Zeit symbolisierte hierzulande Fleisch ein Stück Lebenskraft. Zwar weiß man heute, dass ein Zuviel an Fleisch zu gesundheitlichen Problemen führen kann, dennoch wirst du mit deiner veganen Lebensweise häufig auf Unverständnis stoßen: Fleisch sei doch so wichtig für deine Ernährung, nichts gehe über ein lecker gebratenes Steak und wenigstens ein Glas Milch könntest du doch trinken. Die gut gemeinten Ratschläge können auch in Beleidigungen umschlagen: Du sollst dich nicht so anstellen und einfach mal den Mund halten, wenn es ums Thema Fleisch geht. Bleibe auch in solchen Fällen gelassen und lege ruhig und sachlich deine Gründe für ein veganes Leben dar. Versuche auch nicht, deinerseits zu missionieren und alle Fleischesser als Idioten oder Mörder darzustellen. Besser wäre es, einfach mal ein paar leckere vegane Snacks für dein Team mitzubringen, um zu zeigen, dass vegane Küche kreativ und abwechslungsreich ist und weit mehr umfasst als das bloße Weglassen von Fleisch- und Milchprodukten.

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Vegan to go

Oh, wie süß: Milchreis mit Obst

100 g Vollkornmilchreis mit 400 ml Haferdrink und einer Prise Salz aufkochen, etwa 1 Stunde köcheln lassen, dabei öfter umrühren. Mit Ahornsirup leicht süßen und eventuell noch etwas Haferdrink zugeben, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Eine Portion abfüllen und mit frischem, geschnittenen Obst der Saison ergänzen. Oder Kirschen mit etwas Agavendicksaft in einem kleinen Topf erhitzen, mit Agar-Agar nach Anleitung andicken. Wer es exotisch mag, kocht den Reis mit 400 ml ungesüßter Kokosmilch und fügt soviel Wasser hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Muntermacher: Bunter Salat mit gerösteten Nüssen

Eine große Salatbar ist eigentlich in allen Kantinen und Mensen Standard. Beim Dressing allerdings könntest du auf Joghurt, Sahne oder tierische Fette aus Gewürzmischungen stoßen. Also am besten eine Portion von zu Hause mitbringen: Entweder mit Öl, Essig oder Zitronensaft, etwas Agavendicksaft und frischen gehackten Kräutern oder auf der Basis von Mandelmilch. Zusätzlich kannst du geröstete Nüsse und Samen oder angebratene Tofuwürfel (jeweils in getrennten Behältern transportieren) über deinen Salat streuen und hast so eine komplette und sättigende Mahlzeit.

Kraftvoll-herzhaft: Linsensalat mit Gemüse

100 g Linsen in Wasser mit einem Lorbeerblatt ohne Salz in etwa 20 Min. weich kochen und abgießen. Linsen musst du vor dem Kochen nicht einweichen. Grüne, braune und schwarze Linsen sind gleichermaßen geeignet, rote und gelbe Linsen zerfallen schnell. Gemüse wie Möhren, Brokkoli oder Erbsen bissfest kochen. Mit den Linsen vermischen. Rote oder gelbe Paprika, Gurke oder Lauchzwiebeln kannst du roh dazu geben. Für das Dressing Olivenöl, Limettensaft und gehackte Minzblättchen mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu dem Salat geben. Getrennt davon eine Mischung aus gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen mitnehmen. Statt Linsen kannst du auch Quinoa als Basis verwenden, es enthält viele wertvolle Aminosäuren und ist ebenfalls schnell zubereitet.

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