Studienvoraussetzung Latein?

Genitivus possesivus, Ablativus absolutus und Participium coniunctum – wer Latein bereits zu Schulzeiten abgehakt hat, kann froh sein. Alle anderen sollten schauen, ob ihre Wunsch-Universität nicht Kenntnisse in der toten Sprache verlangt. Denn die können es mitunter in sich haben und viel Energie, Zeit und Nerven kosten. Wer zu denjenigen gehört, die Latein nachholen müssen, sollte es positiv sehen. Denn es lässt sich auch persönlicher Gewinn aus dem späten Erlernen des Lateinischen ziehen.

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Früh informieren

Du hattest kein Latein in der Schule? Dann solltest du dich spätestens vor Einschreiben in die Uni darüber informieren, ob die Hochschule deiner Wahl nicht zu den Latein-Liebhabern zählt. Denn an einigen Universitäten braucht man Lateinkenntnisse oder sogar das Latinum, um den gewünschten Abschluss zu erwerben. Welche Hochschulen das sind und für welche Fächer das gilt, ergibt sich aus der jeweiligen Studienordnung, die fast immer online abrufbar ist. Manchmal findet man zudem Extraseiten, auf denen die Bestimmungen detailliert aufgelistet sind.

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Lateinkurse an der Uni

Der Unterschied zwischen „Lateinkenntnisse im Umfange des Kleinen Latinum“ und „Latinum“ ist in der Praxis entscheidend – vor allem für diejenigen, die Latein nicht in der Schule hatten. Denn für das Latinum muss man mehr Zeit und Energie einplanen als für die Lateinkenntnisse. In der Regel bieten die Unis Kurse an, die normalerweise mit einer Klausur abschließen und „Lateinkenntnisse im Umfange des Kleinen Latinums“ bescheinigen. Für das Latinum belegt man mehr Kurse und macht noch eine schriftliche sowie eine mündliche Abschlussprüfung. Zu welchem Zeitpunkt die Lateinkenntnisse beziehungsweise das Latinum nachgewiesen werden müssen, ist unterschiedlich. Es ist übrigens sinnvoll, den Erwerb der Lateinkenntnisse nicht als lästige Pflichtübung anzusehen. Denn durch den logischen Aufbau der Sprache lässt sich das Denken schulen. Außerdem fällt einem das Erlernen heutiger romanischer Sprachen meist leichter, wenn man erst einmal Latein drauf hat. Ein dritter Pluspunkt sind die nebenbei abfallenden Kenntnisse der römischen Geschichte, die auch heute noch jede Allgemeinbildung abrunden.

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Jeden Tag eine Stunde Latein

Soweit die Fakten. Was sich jedoch erst bei Studienbeginn zeigt, ist der hohe Anspruch der Lateinkurse, Klausuren und Prüfungen. Nicht umsonst raten einige Dozenten bei der Einführungsveranstaltung, jeden Tag mindestens eine Stunde für Latein einzuplanen – und sich nicht zu viele andere Vorlesungen und Seminare aufzuhalsen. Nach einer kurzen Aufwärmphase schreiten die Lateinlektionen dann auch rasant voran, so dass einem bald vor lauter Genitivus possesivus, Ablativus absolutus und Participium coniunctum der Kopf schwirrt. Viele wählen deshalb eine andere Variante und belegen an einer Sprachschule oder ähnlichem einen Latein-Crash-Kurs. Wenn die Kommilitonen dann die Semesterferien genießen, arbeiten oder ein Praktikum machen, paukt man selbst morgens bis abends über Wochen hinweg Latein. Was besser ist – ein Intensivkurs oder die Semester begleitenden Lateinstunden – muss jeder für sich selbst entscheiden.

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