Sexuell übertragbare Krankheiten

Tabuthema?

Für die meisten sicher ein peinliches Thema. Doch Offenheit ist ein absolutes Muss, wenn es um sexuell übertragbare Krankheiten („sexually transmitted diseases“ oder kurz STDs) geht! Deine Gesundheit und die deines Partners stehen schließlich auf dem Spiel. Wenn du also Schmerzen beim Wasserlassen, Ausfluss aus Scheide oder Penis, Juckreiz im Intimbereich, kleine Bläschen oder Warzen an Genitalien oder im Afterbereich hast, solltest du unverzüglich zum Gynäkologen oder Urologen gehen, um die Ursachen abzuklären. Je früher eine Infektion festgestellt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.

Sex mit Kondom bietet einen gewissen Schutz vor Ansteckung. Neben dem altbekannten Modell gibt es das Frauenkondom, auch Femidom genannt. Wer sich also gern mal auf einen One-Night-Stand einlässt und zu häufig wechselnden Geschlechtspartnern neigt, sollte zur eigenen Sicherheit immer Kondome dabei haben. Besonders AIDS, Hepatitis B und Syphilis sind alles andere als harmlos. Die häufigsten STDs im Überblick:


Chlamydien-Infektion
Schmerzen beim Wasserlassen und ein leichter gelblicher Ausfluss können Anzeichen einer Infektion sein. Besonders junge Frauen und Männer sind betroffen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, können Verwachsungen der Eileiter und Unfruchtbarkeit bei Frauen und eine Verengung der Harnröhre bei Männern mögliche Folgen sein. Die Therapie erfolgt mit Antibiotika.

Pilzerkrankungen
Hefepilze (Candida albicans) verursachen bei übermäßiger Vermehrung eine Rötung und Schwellung von Schamlippen und Scheide oder Eichel und Vorhaut. Ausfluss, Schmerzen und Juckreiz können weitere Indizien für ein Pilzinfektion sein. Lokal anzuwendende Pilzmittel kommen in der Therapie zum Einsatz. Für Frauen gilt: Eine übertriebene Hygiene mit Scheidenspülungen kann das leicht saure Milieu der Scheidenflora zerstören und so eine Pilzinfektion begünstigen.

Humanes Papillomvirus (HPV) / Feigwarzen
Etwa 40 Virustypen, die die Geschlechtsorgane befallen, sind bisher bekannt. Einige verursachen gutartige hellrosa oder graue Hautwarzen an Scheide, Schamlippen, Penis oder After. Die meisten HPV-Infektionen bleiben allerdings ohne Symptome. Die Warzen können zwar entfernt werden, die Viren jedoch verbleiben meist im Körper. In seltenen Fällen sind sie mitverantwortlich für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Dein Frauenarzt wird dich auf die Impfung gegen Humane Papillomviren ansprechen.

AIDS / HIV
Gegen das Immunschwäche-Virus gibt es noch immer keine wirksame Therapie. Der Krankheitsverlauf kann zwar verlangsamt werden, eine Heilung ist derzeit jedoch nicht möglich. Wer infiziert ist, muss beim Geschlechtsverkehr mit Nichtinfizierten entsprechende Vorkehrungen (Kondom) treffen. Alles andere wäre absolut unverantwortlich. Heterosexuelle sind nicht automatisch vor einer Infektion geschützt. HIV-positive Schwangere können die Krankheit an ihr Baby weitergeben.

Hepatitis B
Hepatitis B gehört neben AIDS und Syphilis zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Hierbei handelt es sich um eine schwere Lebererkrankung, gegen die es aber zum Glück seit 1995 eine Schutzimpfung gibt. Überprüfe deinen Impfausweis. Und lass dich gegebenenfalls impfen!

Herpes genitalis
Jucken, Kribbeln oder das Auftreten von Hautbläschen, die zunächst mit Flüssigkeit gefüllt sind und später verkrusten, können ein Hinweis auf eine Herpes-Infektion sein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei einer Neu-Infektion während der Schwangerschaft kann die Krankheit auf das Baby übertragen werden.

Syphilis
Männer sind weitaus häufiger betroffen als Frauen. Symptome sind kleine Knötchen und im weiteren Verlauf der Krankheit sich bildende Geschwüre im Geschlechts- oder Mundbereich.

Bei Nichtbehandlung kann die Krankheit im Spätstadium zu Demenz, Psychosen und Schlaganfall führen. Bei infizierten Ungeborenen kann es zu schweren Missbildungen kommen.

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