Schlau trotz Bachelor

Die Klagen sind bekannt und berechtigt: Bachelor-Studiengänge setzen inhaltlich sehr enge Grenzen und bauen einen starken Zeitdruck auf. Angeblich weil die Wirtschaft es so will. Doch ist der Wirtschaft wirklich mit genormten Wissenslegehennen gedient? Verbessert man – so der Umkehrschluss – als Studierender auf lange Sicht nicht vielleicht sogar seine Chancen, wenn man mehr und andere Dinge weiß als der Durchschnitt?

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Mut zum scheinbar abseitigen Wissen

Die Menschheit hat noch nie über eine so große Wissensmenge verfügen können wie heute. Und noch nie ist sie mit dem verfügbaren Wissen oberflächlicher umgegangen. Zur Kenntnis genommen wird im Wesentlichen nur noch, was entsprechende Präsenz im weltweiten Netz hat. Diese Präsenz kommt aber nicht immer durch Relevanz zustande. Folge: Vieles, was interessanter und wissenswerter wäre als die Dinge, die im medialen und universitären Mainstream schwimmen, gerät zu Unrecht ins Wissensabseits. Das kannst du dir zunutze machen, indem du trotz der engen Zeitvorhaben deines Bachelor-Studienganges noch mehr Zeit investierst und in der Aneignung von Wissen sowohl in die Tiefe als auch in die Breite gehst – weit über das hinaus, was verlangt wird. Wozu das? Die Überlegung ist im Grunde ganz einfach: Wer sich im Wettbewerb profilieren will, braucht nicht nur gute Noten (die haben infolge der inflationären Zunahme guter bis sehr guter Examensnoten die allermeisten), sondern Wissen, dass die anderen nicht haben. Dieses nebenbei erworbene Zusatzwissen kann – geschickt angebracht – nicht nur beim Einstellungsgespräch den Ausschlag geben und im Smalltalk mit dem Chef anerkennendes Nicken hervorrufen, es liefert dir vor allem die Basis für etwas, was in der Wirtschaft immer wichtiger wird: Querdenken.

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Zurück zum Universalgelehrten?

Um zum Universalgelehrten alten Stils zurückzukehren, ist die objektiv vorhandene Wissensmenge längst zu groß geworden. Auch fehlt die Zeit. Aber dennoch kann man von ihm etwas lernen und auf heutige Verhältnisse übertragen: Ein Erfindergenie wie Leonardo etwa war keineswegs nur Techniker, sondern in den historischen und naturwissenschaftlichen Fächern seiner Zeit ebenso beschlagen wie im Musischen. Das macht seine Größe aus. Auf heutige Verhältnisse übertragen, könnte das so aussehen: Wenn du was Technisches studierst, eignest du dich auch ein historisches Grundwissen an und belegst Kurse in Malerei. Wenn du Philosophie studierst, kümmerst du dich bitte um Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und um solide Einblicke in Naturwissenschaften. Bist du umgekehrt in den Naturwissenschaften zu Hause, vernachlässige nicht die Philosophie. In allen Fällen kann dir dieses Mehr an Wissen früher oder später sehr nützlich sein, da es dich unterscheidbar macht und dein Profil gibt. Dabei kommt es weniger auf beglaubigte Qualifikationen an, als vielmehr auf dein tatsächlich verfügbares Wissen – und darauf, wie es dein Denken prägt.

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