Schlankmacher aus der Retorte

Dauerthema Abnehmen: Weniger essen oder gar Sport treiben? Geht es nicht auch einfacher? Zeitschriften und Internet sind doch voll von Tipps und Geheimrezepten für ein dauerhaft niedrigeres Gewicht und vor allem voll von Anzeigen für Schlankheitskapseln, Abnehmpflaster und Diätmittel jedweder Art. Sie alle versprechen schnellen Erfolg ohne große Anstrengung. Und das Schöne daran ist, dass man sie kaufen kann ohne sich vorher ärztlich beraten zu lassen. Doch helfen diese Mittel wirklich? Und wie sieht es aus, wenn man sie nach einiger Zeit wieder absetzt?

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Schlankmacher und ihre Wirkungsweise

Die Versprechungen sind vielfältig: Fettverbrennung und Stoffwechsel werden angeregt, der Grundumsatz des Körpers wird erhöht, Fette und Zucker in Nahrungsmitteln werden neutralisiert, Wassereinlagerungen bekämpft, Hungergefühle unterdrückt. All dieses soll auf einfache Weise und ohne besondere Anstrengung zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion führen. Doch ist Abnehmen mit Hilfsmitteln wirklich so einfach und ist es überhaupt nötig? Nur bei einem hohen BMI von über 30 oder einem BMI von über 27 wenn außerdem Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder sehr hohe Blutfettwerte vorliegen, ist eine begleitende Behandlung mit Medikamenten angezeigt. Diese sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen. Man unterscheidet drei Arten von Medikamenten, die beim Abnehmen helfen können: Fettblocker, die die Aufnahme von Fetten verhindern, Appetitzügler, die das Hungergefühl unterdrücken und Mittel, die durch Aufquellen das Sättigungsgefühl im Magen fördern. Da diese Medikamente auch Nebenwirkungen haben können, sollten sie nur unter ärztlicher Aufsicht genommen werden. Appetitzügler können zu erhöhten Blutdruckwerten führen und abhängig machen. Fettblocker erzeugen eventuell Blähungen oder Durchfälle und reduzieren die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine. Quellstoffe haben zwar kaum Nebenwirkungen, wenn aber nicht genug getrunken wird, kann es zu einem gefährlichen Darmverschluss kommen. Wer auf eigene Faust Schlankmacher einnimmt, muss mit einer drastischen Gewichtszunahme nach Absetzen der Mittel rechnen, wenn parallel keine Umstellung der Lebensweise erfolgt ist.

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Ohne eigene Anstrengung geht es nicht

Fest steht: Ohne Änderung der Lebensweise inklusive Ernährungsumstellung läuft gar nichts. Geduld und Durchhaltevermögen sind außerdem unverzichtbar beim Abnehmen. Für einen dauerhaften Erfolg ist es wichtig, langfristig zu planen und den Körper langsam umzustellen hinsichtlich Ernährung und Bewegung. Ein moderates Sportprogramm mit etwa drei halbstündigen Übungseinheiten pro Woche, die konsequent durchgeführt werden, bringt mehr als der Versuch, auf Anhieb Höchstleistungen zu vollbringen. Dazu sind die kleinen Dinge des Alltags wichtig: Treppen statt Aufzug, Fahrrad statt Auto. Eine langfristige Reduktion der Kalorienzufuhr ist wirksamer und realistischer als eine Hunger-Crash-Kur. Fetthaltige Nahrungsmittel können durch mehr Obst und Gemüse ersetzt werden, kalorienreiche Getränke durch Mineralwasser oder ungesüßte Tees. Langsames statt hastiges Essen reduziert langfristig die Kalorienaufnahme. Und statt der halben Tafel Schokolade zum Espresso sollte in Zukunft der halbe Riegel genügen. Der sichtbare Erfolg wird sich nicht so schnell einstellen, dafür aber von Dauer sein!

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