Rechte und Pflichten in der Ausbildung

Im Gegenteil: Die moderne Arbeitswelt in Deutschland wird zu deiner Sicherheit und zu deinem Vorteil durch eine Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen rechtsverbindlich ausgestaltet.

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1 Das Betriebsverfassungsgesetz

Hier wird z. B. definiert und geregelt, wie Betriebsräte zu errichten und Betriebsversammlungen abzuhalten sind, wie die Kooperation mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen auszusehen hat. Insbesondere die Rechte und Pflichten von Betriebsräten werden hier konkretisiert. Auf diesem Wege sollen vor allem die betrieblichen Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern klar verankert werden.

2 Die Arbeitsstättenverordnung
In der Arbeitsstättenverordnung wird beispielsweise definiert, welche hygienischen Standards und Sicherheitseinrichtungen einzuhalten sind. Auch die Einrichtung und Vorhaltung von Verkehrswegen, Fluchtwegen und Notausgängen ist hier geregelt. Anforderungen an Arbeitsräume, Aufenthaltsräume und Sanitätsräume werden definiert. Diese Verordnung soll die Einhaltung von Mindeststandards zur Sicherheit der Beschäftigten garantieren.

3 Das Arbeitszeitgesetz
Im Arbeitszeitgesetz werden Ruhezeiten und Pausen ebenso klar geregelt wie Nacht- und Feiertagsarbeit, wobei ein Verweis auf Ausnahmeregelungen enthalten ist. U. a. für die Binnenschifffahrt, für die Luftfahrt und Beschäftigte im Straßentransport sowie für Pflegeberufe, Forschung und Lehre und andere Bereiche gelten teilweise Sonderregelungen. Zweck dieses Gesetzes ist der Schutz von Beschäftigten vor unberechtigten Ansprüchen der Arbeitgeber.

4 Das Sozialgesetzbuch

Das Sozialgesetzbuch definiert u. a. den Rahmen, in dem die Sozialversicherungen arbeiten. Das Sozialgesetzbuch V beispielsweise legt bis ins Detail fest, welche Leistungen eine gesetzliche Krankenversicherungen erbringen darf bzw. muss.

5 Das Entgeltfortzahlungsgesetz
Hier wird die Fortzahlung des Entgelts an Feiertagen sowie im Krankheitsfall in ihrer Bedeutung für Unternehmen und Beschäftigte geregelt. Legt der Arbeitnehmer z. B. eine ärztliche Bescheinigung nicht rechtzeitig vor, ist der Arbeitgeber berechtigt, Leistungen zu kürzen. Auch die Kürzung von Sondervergütungen im Krankheitsfall wird hier behandelt.

6 Das Bundesurlaubsgesetz

Das Bundesurlaubsgesetz regelt beispielsweise den Mindesturlaubsanspruch von Arbeitnehmern, Urlaubsentgelt, Urlaub im Bereich der Heimarbeit, den Umgang mit Erkrankung während des Urlaubs sowie die Übertragbarkeit und Abgeltung von Urlaubsansprüchen. Grundsätzlich soll dieses Gesetz sicherstellen, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Erholungsurlaub im vollen Umfang nehmen können.

7 Das Berufsbildungsgesetz
Das Berufsbildungsgesetz definiert den rechtlichen Rahmen der Ausbildung. Aspekte wie Vergütungsansprüche, Probezeit, Kündigung und Schadenersatzansprüche bei vorzeitiger Beendigung der Ausbildung werden hier ebenso geregelt wie die Berücksichtigung ausländischer Vorqualifikationen, Umschulungsmaßnahmen und das gesamte Prüfungswesen. Das Berufsbildungsgesetz dient vor allem dazu, eine qualifizierte Ausbildung unter den hierzulande üblichen rechtlich-sozialen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Jede/r Auszubildende sollte sich mit diesem Gesetz (BBiG) vertraut machen. Zu finden ist es u. a. in der Gesetzessammlung des Bundesministeriums für Justiz auf der Seite www.gesetze-im-internet.de

8 Das Arbeitsschutzgesetz

Dieses Gesetz dient dazu, Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern. Es gilt in allen Tätigkeitsbereichen.

9 Das Jugendarbeitsschutzgesetz

Für Auszubildende, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten besondere gesetzliche Regelungen hinsichtlich der Arbeitszeit oder zu treffender Schutzmaßnahmen. Diese Dinge regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz, um Missbrauch und andere Missstände möglichst auszuschließen. Jugendliche dürfen beispielsweise weder dem Umgang mit Tabak oder Alkohol oder sittlich gefährdender Materie ausgesetzt sein. Auch die Regelung etwaiger Gesundheitsuntersuchungen findet sich hier. Jede/r Auszubildende sollte sich mit diesem Gesetz (JArbSchG) vertraut machen. Zu finden ist es u. a. in der Gesetzessammlung des Bundesministeriums für Justiz auf der Seite www.gesetze-im-internet.de.

10 Das Grundgesetz

Im „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“ ist u. a. geregelt, dass niemand wegen seiner Religion, seines Geschlechts, seiner Herkunft oder einer etwaigen Behinderung benachteiligt werden darf. Diese in den Artikeln 1 bis 19 formulierten Rechte heißen Grundrechte. Das Grundgesetz ist das Fundament, auf dem alle weiteren gesetzlichen Regelungen stehen.

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