Prost – ich trinke einen Pilz!

Kefir ist ein leicht säuerlich schmeckendes Milchprodukt von joghurtartiger Konsistenz, das man ganz einfach selbst herstellen kann. Man benötigt als Grundzutaten lediglich pasteurisierte Trinkmilch und einen Kefirpilz. Dort, wo Kefir ursprünglich herkommt – also im Kaukasus und in Zentralasien –, wird das Sauermilchgetränk seit jeher als lebensverlängerndes Heilmittel in Ehren gehalten. Kefir entsteht auf natürliche Weise durch die rege Tätigkeit von Milchsäurebakterien und Hefepilzen. Neben industriell erzeugtem Kefir (meist als „Kefir mild“ im Handel) kann man diesen erfrischenden Muntermacher auch problemlos selbst herstellen. Neben dem hier vorgestellten Milchkefir gibt es weitere Varianten wie den Wasserkefir und den Teepilz (Kombucha).

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Wertvolle Inhaltsstoffe und ein hoher gesundheitlicher Wert

Kefir enthält zahlreiche Vitamine wie Vitamin A, verschiedene B-Vitamine (B1, B2, B6, B12) sowie Vitamin C und D; auch ist er reich an Folsäure und Niacin. Außerdem sind die lebenswichtigen Mineralstoffe Calcium, Eisen und Jod enthalten. Dem Kefir werden einige der Gesundheit förderliche Eigenschaften nachgesagt wie antibiotische und entzündungshemmende Wirkungen. Ferner soll er den Blutdruck regulieren, das Immunsystem stärken und Allergien vorbeugen – klingt schon fast nach Wundermittel oder Lebenselixier. Fakt ist aber, dass das Milchgetränk dem Verdauungstrakt hilft, Mineralstoffe und Vitamine aufzuschließen und dem Körper zuzuführen. Nach der Einnahme von Antibiotika unterstütz Kefir auch den Wiederaufbau der Darmflora. Damit das gesunde Milchgetränk Auswirkungen auf Ihren Körper haben kann, müssen Sie es längere Zeit regelmäßig zu sich nehmen. Übrigens ist Kefir auch für von Laktose-Intoleranz Betroffene geeignet, da der im Kefir enthaltene Milchzucker durch die Gärung größtenteils in Milchsäure umgewandelt wird.

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Anleitung zum Selbstmachen

Neben der Kefir-Knolle (erhältlich zum Beispiel auch im Internetversandhandel) benötigt man lediglich pasteurisierte Milch, ein verschließbares Gärgefäß (Einmachglas z. B.), Plastiksieb und Plastiklöffel (Metall könnte mit dem Kefir reagieren und einen unangenehmen Geschmack erzeugen). Die Milch muss unbedingt pasteurisiert sein, da Rohmilch Fremdbakterien enthält, die den Gärprozess ungünstig beeinflussen würden. Überhaupt ist Sauberkeit oberstes Gebot beim Umgang mit dem Kefir. Die Kefir-Knolle wird mit der Milch in das Gärgefäß gegeben, verschlossen und einem lichtgeschützten Ort bei Zimmertemperatur ein bis Tage sich selbst überlassen. Dann das Kefir-Getränk durch ein Sieb in ein größeres Glas umgießen und pur genießen – oder beispielsweise mit Kräutern und Ingwer verfeinern. Vorsicht nur vor süßen Zusätzen – in Verbindung mit dem Kefir können sie Blähungen auslösen. Die Kefir-Knolle wird unter fließend kaltem oder lauwarmem Wasser sorgsam abgespült und erneut mit Milch angesetzt. Da die Kefir-Knolle mit der Zeit wächst, können Sie sie leicht teilen und den Ernteüberschuss an Freunde verschenken.

Lesetipp: Ausführliche Anleitungen gibt es auf Internetseiten wie z. B. www.kefir-knolle.de

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