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In Kooperation mit Hesse/Schrader – Büro für Berufsstrategie www.berufsstrategie.de

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Wie du im Internet den passenden Job findest!

Du gehörst zur Generation Internet oder zur Peergroup Web 2.0. Du bist mit der digitalen Welt aufgewachsen, spielst Online Games, nutzt Facebook und Co als Informations- und Kontaktplattform für deine Freundschaften. Was liegt näher als auch bei der Job-Suche im virtuellen Raum auf die Suche zu gehen?!

Der Trend Social Media als Instrument der Präsentation bei Bewerbungen einzusetzen, hält seit einigen Jahren an. Besonders in kreativen Branchen wie Design, Werbung/PR oder bei den Start-ups spielt dein Profil im Netz eine wichtige Rolle. Der Grund hierfür ist ganz einfach: die Unternehmen wollen sehen, ob und wie du dich im Internet darstellst. Inzwischen gibt es neue Berufe wie Social Media Manager. Jene sollten auf den virtuellen Spielwiesen der Kommunikation nicht nur zu Hause sein, sie sollten Social Media „leben“.

Angelica, 19 Jahre, aus Essen fand ihren Ausbildungsplatz über Xing. Ihre Suche lief zwar über das Profil ihres Vaters, aber das Beispiel zeigt, dass Du Stellenangebote im Netz finden kannst. Xing ist eine Kontaktplattform überwiegend für Menschen, die bereits im Berufsleben stehen. Dort legen sich die User Profile an, die ihre fachlichen Kompetenzen und den beruflichen Werdegang samt Ausbildung/Studium präsentieren. Weiterbildungen, soziale Aktivitäten und die Mitgliedschaft in berufs- und branchenbezogenen Gruppen wie zum Beispiel „Graffiti/Street Art“, „Stadion Business“ oder „Nachhaltige Werbung“ sind zentrale Aspekte der Vernetzung der User untereinander. Für Azubis und Studenten gibt es ebenfalls Foren, auf denen sie sich austauschen können wie beispielsweise „Print und Online Journalismus“ für Medien-affine Nutzer. Angelicas Beispiel zeigt auch, dass auf Medien wie Xing Stellen angeboten werden.

Für den weiteren Berufsweg ist die Kommunikation in Sozialen Netzwerken wichtig: das alte Spiel wer kennt wen und was kann jemand ist in die virtuelle Welt übertragen worden und hat sich dort beschleunigt. Du kannst mit deinen Projekten potenzielle Arbeitgeber beeindrucken oder dir neue Projekte und Partner suchen, wenn du selbstständig arbeiten möchtest. Die Chance, dich und deine Fähigkeiten darzustellen sowie schnell und einfach zu aktualisieren sind durch Social Media einfacher geworden. Nutze diese Chance!

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Auf den Punkt kommen

Weniger ist mehr: So lautet der Grundsatz bei online verschickten Bewerbungen. Die Datenmenge der E-Mail sollte nicht zu groß sein - maximal zwei bis drei Megabyte, empfiehlt der Karriereexperte Jürgen Hesse von Hesse/Schrader aus Berlin. Bei Online-Bewerbungen solltest du in der Tendenz auf zu viele Anlagen verzichten. Online-Bewerbungen sind Bewerbungen, die noch stärker als die klassische Papierbewerbung schnell das Interesse des Personalers wecken sollten. Deine Bewerbung wird am Bildschirm meist in einem ersten schnellen Durchlauf geprüft und dann ausgedruckt.

Sind Unternehmen interessiert, fordern sie Zeugnisse und Arbeitsproben an. Und: Mehr als zwei Anlagen sollte eine E-Mail-Bewerbung nicht haben. Außer sie haben von dir vollständige Unterlagen verlangt: diese umfassen in der Regel Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse.

Wenn du dir nicht sicher bist, wie viele Nachweise deiner Kompetenz du schicken sollst, dann ruf in der Firma bzw. Organisation an. Das hat zudem den Vorteil, dass du ein erstes Gespür für die Atmosphäre dort bekommst und sich ein Verantwortlicher beim Eintreffen deiner Bewerbung sich an dich erinnert: nach einem kurzen, freundlichen Gespräch ein Vorteil für dich.

Generell solltest du deine Bewerbungsunterlagen im PDF-Format verschicken. Denn nutzt der Empfänger eine andere Word-Version als der Bewerber, kann die Formatierung verrutschen. Mit PDF-Dateien bist du als Bewerber auf der sicheren Seite. Ansonsten gelten für Online-Bewerbungen dieselben Spielregeln wie für eine per Post versandte: korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind ein Muss. Andernfalls landet jede Bewerbung schnell im Papierkorb.

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Online-Bewerbungen boomen

Laut einer repräsentativen Studie (2011/12) des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zu Online-Bewerbungen verlangen 41 Prozent der Unternehmen Bewerbungen online. Damit liegt die Internet-Bewerbung erstmals knapp vor der klassischen Bewerbungsmappe (40 Prozent). Und noch etwas zeigen die Ergebnisse der Studie ganz deutlich: Das Interesse an Online-Stellenanzeigen steigt bei Unternehmen und Jobsuchenden gleichermaßen.

Nicht nur Stellenangebote wandern zunehmend ins Internet. Vor allem Konzerne konzentrieren sich darauf, ihre neuen Mitarbeiter online zu rekrutieren. In einigen Unternehmen werden Bewerbungen per Post überhaupt nicht mehr akzeptiert. Hewlett Packard (HP) schickt Unterlagen beispielsweise von vornherein zurück, die mit der gelben Post ankommen - versehen mit einem freundlichen Hinweis, seine Bewerbungsdaten auf der Homepage über ein standardisiertes Bewerbungsformular einzugeben. Das erspart dem Unternehmen viel Zeit - immerhin müssen die Bewerberdaten nicht erst mühsam von der Personalabteilung in eine Bewerberdatenbank eingetippt werden, weil der Bewerber diesen Vorgang mit der Eingabe seiner Daten selbst übernimmt.

Du siehst, dass du als „Generation Web 2.0“, einen Wissensvorsprung vor älteren Bewerbern hast. Für deine perfekte Online-Bewerbung geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten praktischen Hinweise und Tipps:

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Praktische Hinweise und Tipps

Vorgesetzter sieht die Eingabe sofort

Elektronische Bewerbungen sind unschlagbar schnell und besonders IT-Unternehmen erwarten von ihren zukünftigen Mitarbeitern, dass sie mit der Technik umgehen können. Das ist schon die erste Hürde, die ein Bewerber zu nehmen hat. Viele Stellen schreiben die Unternehmen zuerst auf der eigenen Homepage aus. Diese Job-Angebote sind mit einem Bewerber-Managementsystem verknüpft. Auch über Angebote bei Jobportalen gelangen die Interessenten auf die firmeninterne Seite, um online ihre Daten einzugeben.

Vorsicht vor Fehlern

Doch Vorsicht: Wer glaubt, bei Online-Bewerbungsformularen nicht genauso viel Sorgfalt walten lassen zu müssen wie in einer klassischen Bewerbung, irrt. Auch bei standardisierten Bewerbungsverfahren sind die Angaben über die eigene Person das erste Aushängeschild des Bewerbers. Daher gilt: Sich Zeit nehmen und den Fragebogen in aller Ruhe ausfüllen und hinterher unbedingt noch mal Korrektur lesen. Denn Schludrigkeiten wie Rechtschreibfehler lassen Personalverantwortliche vermuten, dass der Kandidat seiner Bewerbung nicht den nötigen Ernst beigemessen hat - das kann zum vorzeitigen Aus führen. Ideal ist es daher, sich für das Ausfüllen von Freitextfeldern eine halbe bis eine Stunde zu nehmen.

Bis zu 100.000 Bewerbungen jährlich

Begehrte und sehr große Arbeitgeber erhalten bis zu 100.000 Bewerbungen jährlich. Ohne IT können das die Firmen nicht mehr bewältigen. Nicht jedes Unternehmen greift für die Auswahl seiner Bewerber auf Eingabeformulare zurück, sondern bittet um eine digitale Bewerbungsmappe via E-Mail. Wenn Du dich auf diese Weise um einen Job bemühst, solltest Du dich kurz fassen. Keine Personaler will 20 Dateianhänge öffnen, ausdrucken, schließen und dann lesen.

Die Kapazität der Netzwerke beachten

Beachte auch, online nur Anschreiben und Lebenslauf mitzuschicken, damit die elektronische Post die Kapazitäten der Unternehmensnetzwerke nicht in die Knie zwingt. Als Richtwert sollte eine E-Mail-Bewerbung nicht mehr als zwei Megabyte groß sein. Wenn ein Unternehmen angebissen hat, fordert es weitere Informationen an. Eine Alternative zu Dateianhängen sei der Link auf eine Bewerber-Homepage in einem gut formulierten E-Mail-Anschreiben. Das ist eine wunderbare Möglichkeit, um einerseits über dich Auskunft zu geben und andererseits den Daten-Gau beim potenziellen Arbeitgeber zu verhindern. Wer allerdings meint, es reiche eine Bewerber-Homepage ins Netz zu stellen - und dann werde man schon von den Unternehmen gefunden, täuscht sich gewaltig.

Warte nicht darauf, dass Du gefunden wirst

Große Firmen können schon mal bis zu 300 offene Stellen anbieten. Diese haben meist großes Interesse daran, sie so schnell wie möglich zu besetzen. Dennoch suchen Personaler nicht mit einer Suchmaschine im Internet nach neuen Mitarbeitern. Das wäre zu unstrukturiert und den Unternehmen bliebe die gesamte Arbeit überlassen, um die gewünschten Informationen in das Bewerber-System zu übertragen.

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Fünf wichtige Tipps für E-Mail Bewerbungen

Nutze nur seriöse E-Mail-Adressen

Witzige Adressen, die häufig im privaten E-Mail-Verkehr genutzt werden, sind für eine Bewerbung tabu. Sie vermitteln dem Gegenüber noch vor dem Öffnen der Datei einen unseriösen Eindruck und schmälern die Einstellungschancen.

Betreffzeile richtig ausfüllen

Bereits mit der Adresszeile muss klar werden, dass es sich um eine Bewerbung handelt. Um die Zuordnung in der Personalabteilung zu erleichtern, sollte hier der genaue Job-Titel oder die Kennziffer der Stellenanzeige vermerkt werden.

Motivation herausstellen

Der Text in der E-Mail und dem Anschreiben sollten nicht identisch sein. In der E-Mail steht, dass es sich um eine Bewerbung handelt. Im Anschreiben sollten deine Motivation und Eignung deutlich erkennbar sein. Achtung: Auch in der der E-Mail müssen die Kontaktdaten stehen, unter denen dich das Unternehmen erreichen kann. Die Angabe der Handynummer ist ein Muss!

Deutliches Foto

Ein ordentliches Foto ist wichtig für den ersten Eindruck und gehört in den Anhang jeder E-Mail-Bewerbung. Im Idealfall sollte das Foto bereits in den Text, etwa in den Lebenslauf eingebunden sein. Alternativ kannst Du auch ein Deckblatt mit deinen Kontaktdaten und dem Foto gestalten.

Sammeladressen vermeiden

Bei Adressen wie info@firma.de besteht die Gefahr, dass die Nachricht nie in der Personalabteilung ankommt. Besser ist es, im Unternehmen die genaue Adresse zu erfragen. Auch hier wieder unser Tipp: gute Frage(n) überlegen, anrufen, freundlich sein und in bester Erinnerung bleiben!

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Buchtipp:

Die erfolgreiche Online-Bewerbung

Online-Bewerbung: Online-Formular - E-Mail-Bewerbung - Social Networks
(von Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader)

Stellensuche, Networking, Bewerbung per Mail und Onlineformular - die Bewerbungsprofis Hesse/Schrader zeigen, wie Sie das WWW nutzen, um Ihren Traumjob zu bekommen. Mit vielen praktischen Tipps und Beispielen.

Die Themen:

  • Kontakte nutzen und Recherchieren im Internet
  • Standards der E-Mail-Bewerbung
  • Aufbau der Bewerbung: Anschreiben, Deckblatt, Lebenslauf, Dritte Seite, Anlagen
  • Online-Bewerbungsformulare
  • Erfolgreiches Marketing in eigener Sache
  • Besondere Bewerbungswege: Kurzbewerbung, Stellengesuch, CD/DVD- und Video-Bewerbung, Bewerbungs-Homepage, PowerPoint-Bewerbung

Erschienen:

  • 2014 bei Stark Verlag/Hallbergmoos
  • ISBN: 3849013400
  • EAN: 9783849013400
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