Müsli – am besten selbst gemixt

Müsli ist gesund! Irrtum: Handelt es sich um ein Fertigmüsli, womöglich mit Schokostückchen und jeder Menge Zusatzstoffen, ist der Nutzen begrenzt. Ein selbst gemixtes Müsli mit naturbelassenen Zutaten hingegen ist weniger süß, ein wahres Kraftpaket auch ohne zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe und schmeckt anders, wenn es mit Obst der Saison angerichtet wird.

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Fertigmüsli contra Eigenmix

Viele Fertigmüslis kommen heute recht dynamisch daher mit Namenszusätzen wie Vital, Wellness oder Fitness und geben sich als ultragesund aus. Ein genauerer Blick auf die Zutatenliste und die Kalorienzahl zeigt dann aber, dass die Mischungen oft einen erheblichen Zuckeranteil aufweisen und an Kalorien sogar einem Brötchen mit Schokocreme Konkurrenz machen können. Zucker muss dabei nicht notwendig Kristallzucker sein, auch Glukose, Dextrose, Maltose oder Gerstenmalz bedeuten zusätzliche Süße – bis zu 25 % Zucker kommen da schon mal zusammen. Trockenfrüchte sorgen ebenfalls für einen hohen Zuckeranteil, sie enthalten reichlich Fruktose. Hinsichtlich der Kalorienzahl mag der Blick auf die Portionsangabe zunächst beruhigen, sie ist gar nicht so hoch. Doch ein zweiter Blick klärt auf: Welcher Erwachsene hält schon die zur Kalorienangabe herangezogene Portionsgröße von 30 oder 40 g ein, wenn er wirklich satt werden will? Durch eigene Rezepturen lässt sich ein Müsli auf jeden Fall optimieren.

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Die Basiszutaten beim Eigenmix

Auch wenn er nicht ganz so bequem ist wie der Griff zu einer Fertigmischung, der Eigenmix lohnt sich! Zwar bringen es auch pure Haferflocken auf etwa 350 kcal pro 100 g, doch sie enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und hochwertige Fette, die lang anhaltend sättigen. Auf zugesetzte Vitamine sollte man nicht nur im Müsli verzichten, gerade zu viele fettlösliche Vitamine können negative Folgen haben. Frische Früchte hingegen dürfen im Müsli nicht fehlen, sie bringen viele Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit und sorgen je nach Jahreszeit immer wieder für neue Geschmackserlebnisse. Milch oder Joghurt runden das selbst gemixte Müsli mit viel Kalzium ab. Wer gerne Nüsse mag, muss darauf nicht verzichten, sollte sie wegen des hohen Fettgehaltes aber nicht zu üppig verwenden.

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Müsli in seiner Urform

Unsere heutigen Müslimischungen gehen zurück auf eine Urform, die um 1900 von dem Schweizer Arzt Bircher-Benner entwickelt wurde. Für ein echtes Bircher-Müsli weicht man pro Person 3 EL Haferflocken 12 Stunden in der dreifachen Menge Wasser ein, dann mit 1 EL Zitronensaft, flüssiger Sahne und einem ungeschälten geriebenen Apfel vermischen und frisch gehackte Nüsse darüber streuen. Bircher-Benner empfahl diese „Apfel-Diätspeise“ als Abendessen. Schon lange vor unserer Zeitrechnung haben Menschen übrigens dem heutigen Müsli verwandten Frischkornbrei verzehrt: Hierfür 3 EL Getreide grob schroten (wer keine Getreidemühle hat, treibt vielleicht eine alte Kaffeemühle auf dem Flohmarkt auf) und über Nacht mit so viel kaltem Wasser einweichen, dass ein steifer Brei entsteht. Weizen ist am mildesten im Geschmack. Morgens nach Geschmack zubereiten mit ein wenig flüssiger Sahne, etwas Honig und Zitronensaft, frischem Obst und ein paar Nüssen, Sonnenblumenkernen oder Leinsaat. Schmeckt immer wieder anders und ist ein wahrer Fitmacher!

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