Lebensplanung leicht(er) gemacht: Realistische Erwartungshorizonte aufbauen

Viele Pläne scheitern, weil sie allzu hochfliegend sind und fernab jeder Realität. Wer hingegen auf dem Boden der Tatsachen bleibt und Schritt für Schritt plant, kommt meist deutlich weiter.

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Pläne schmieden, Perspektiven entwickeln

Die meisten jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 malen sich eine besondere berufliche Zukunft aus: Pilot, Star-Designerin, Naturwissenschaftler, Ärztin, Softwareentwickler, Schauspieler oder Musikerin. Gute Einkommensaussichten in Verbindung mit hohem Sozialprestige und der Chance zur Selbstverwirklichung markieren die Eckpunkte solchen beruflichen Wunschdenkens. An mehr oder minder konkreten Zukunftsvorstellungen mangelt es also meist nicht. Doch wie sieht es mit der Umsetzbarkeit aus? Alle verlockend erscheinenden Berufe verlangen als Mindestvoraussetzung besondere Fähigkeiten und Begabungen und natürlich einen entsprechenden Schul-, Ausbildungs- oder Studienabschluss – vorzugsweise natürlich mit Bestnote. Wer sich also ein konkretes Ziel setzt, sollte so früh wie möglich die formalen Voraussetzungen checken. Wenn erkennbar wird, dass es Lücken gibt, sollte man alles daran setzen, sie zu schließen. Schulabschlüsse beispielsweise lassen sich nachholen. Und durch Fleiß lässt sich auch der Notendurchschnitt anheben. Falls diese Hürden unüberwindbar erscheinen, sollte man die Realität anerkennen und sich schnellstmöglich vom unerreichbaren Ziel verabschieden. Denn was nützt einem ein Wolkenkuckucksheim, wenn es darum geht, Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen oder gar eine eigene Familie zu ernähren? Und nicht immer muss man sich grundsätzlich vom erträumten Arbeitsbereich verabschieden. Wenn es zum Medizinstudium aufgrund des Notendurchschnitts oder des Schulabschlusses nicht reicht, gibt es eine Vielzahl von anderen anspruchsvollen Berufen im medizinischen Bereich. Entscheidend ist, dass man seine Lebensplanung in den Griff bekommt.

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Die persönlichen Voraussetzungen realistisch einschätzen – und systematisch verbessern

Neben den formalen Voraussetzungen gibt es eine Reihe von persönlichen Voraussetzungen, die ebenfalls stimmen müssen. Auch hier lässt sich mit Einsatzwillen und Fleiß nachbessern. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität beispielsweise sind Eigenschaften, die zwar eher der sozialen als der fachlichen Kompetenz zugerechnet werden, doch in nahezu allen Berufsfeldern gern gesehen sind. Wer hingegen schüchtern und einzelgängerisch veranlagt ist oder lieber Vorgaben folgt, als selbst zu denken, sollte deshalb über seinen Schatten springen und gegensteuern. Denn diese Eigenschaften bringen einen nirgendwo voran. Und gerade in diesen Bereichen kann man leicht an sich arbeiten. Meist reicht es schon, wenn man den Mangel als Mangel erkennt und sagt: „Ich will anders sein!“ Mit Selbstbeobachtung und einem bewusst anderen Handeln lässt sich schon viel erreichen. Manchmal helfen Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung weiter, wie auch viele Volkshochschulen sie anbieten. Stimmen neben den fachlichen auch die persönlichen Voraussetzungen, steht dem Erreichen der eigenen Ziele nichts mehr im Wege!

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