Ich steh zu mir!

Nobody is perfect – das sagt sich so leicht. Menschen, die sich aus irgendeinem Grund als nicht perfekt empfinden, neigen dazu, dieses Perfektsein bei anderen vorauszusetzen. Das ist natürlich Quatsch. Jeder Mensch hat Mängel und Makel – manche dieser Mängel und Makel fallen nur nicht so schnell auf. Umgekehrt hat jeder Mensch seine starken Seiten – die es zu entdecken und zu auszubauen gilt.

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Im Fokus des Interesses: Körperliche Mängel

Unsere Gesellschaft ist dem Schönheitswahn verfallen – der makellose Körper gilt als höchstes Gut überhaupt. Die alten Griechen wussten es besser und stellten – am Beispiel des körperlich nicht besonders attraktiven Philosophen Sokrates – die Schönheit der Seele als größten menschlichen Vorzug heraus. Allerdings ist diese Schönheit der Seele schwerer zu entdecken und weniger augenfällig. Aber ist dies ein Grund, weniger selbstbewusst zu sein? Und überhaupt: Körperliche Schönheit kann, wenn sie zum Ideal wird, dem alle nacheifern, auch ganz schön ermüdend sein. Wo bleibt denn da die Individualität? Im Übrigen sind erstaunlich wenig Menschen – auch gemessen am oberflächlichen Schönheitsideal unserer Zeit – wirklich schön. Ein Besuch in der Sauna beispielsweise bringt schnell die Erkenntnis, dass eigentlich die allermeisten Menschen körperliche Mängel und Makel haben. Und gerade diejenigen, die ihren durchtrainierten, maschinengeformten Body stolz vor sich hertragen, hätten nach anderen Maßstäben betrachtet vielleicht allen Grund, sich zu verstecken.

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Ich bin, wie ich bin – und darauf bin ich stolz

Neben dem Gefühl, körperlich nicht perfekt zu sein, gibt es ein weiteres Gebiet, auf dem viele Menschen Minderwertigkeitskomplexe entwickeln. Das ist der Bereich des Einkommens. Viele Menschen mit geringerem oder gar keinem Einkommen neigen dazu, sich selbst gegenüber Gutverdienern als minderwertig anzusehen. Auch das ist natürlich völlig abwegig – warum sollte ein Mensch weniger wert sein, nur weil er weniger verdient? Er kann sich weniger leisten, richtig. Aber dieses „Sich-etwas-leisten-können“ ist kein menschlicher Vorzug. Menschliche Vorzüge erweisen sich vielmehr im Miteinander – in der Hilfsbereitschaft gegenüber anderen, im Mitleid mit Menschen oder Tieren in Not, im Offensein für die Sorgen und Nöte des Nachbarn.

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