Grenzüberschreitungen

Ein Semester oder zwei an einer Uni im Ausland verbracht zu haben, macht sich gut im Lebenslauf. Doch will das zum einen finanziert werden und muss zum anderen auch in den Studienablauf passen. Natürlich kann man auch gleich ganz im Ausland studieren.

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Der Zweck von Auslandssemestern

Ein Auslandssemester ist kein Urlaub, sondern dient vor allem in den forschungsintensiven Fächern dazu, den fachlichen Horizont möglichst frühzeitig zu erweitern. Während eines Bachelor-Studiengangs sind Auslandsaufenthalte meist weniger sinnvoll als während der Phase der fachlichen Spezialisierung im Master-Studiengang oder zur Promotion. In dieser späten Phase des Studiums ist ein Auslandsaufenthalt auch deshalb sinnvoller, weil man dann schon gezielt am Aufbau eines Kollegennetzwerkes arbeiten kann, auf das man später vielleicht zurückgreifen möchte – später, wenn die eigene berufliche Karriere Gestalt annimmt.

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Die Finanzierung von Auslandssemestern

Wer ein Auslandsemester einlegt, hat zunächst einmal doppelte Lebenshaltungskosten, da ja auch für die heimische Wohnung Miete und Nebenkosten zu zahlen sind. Denn in Zeiten des Wohnungsmangels will es gut überlegt sein, ob man die eigene Wohnung einfach kündigt – vieles spricht nämlich dafür, dass die nächste Wohnung teurer sein wird. Planst du ein Auslandssemester, überlege dir also rechtzeitig, ob du für die Zeit evtl. einen Zwischenmieter suchst. Für die Finanzierung des Auslandaufenthaltes selbst kannst du beispielsweise versuchen, Auslands-BAföG oder ein Stipendium zu beantragen. Das mit EU-Mitteln geförderte Erasmus-Programm ermöglichte bislang jedes Jahr Hunderttausenden Studenten den Studientrip ins Ausland. Seit Ende 2012 zeichnet sich jedoch ab, dass die EU-Mittel künftig knapper werden könnten. Bleibt im Zweifelsfall also nur die Eigenfinanzierung durch Eltern und Großeltern oder den Rückgriff aufs Gesparte.

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Das komplette Studium im Ausland

Medizin in Ungarn, Psychologie in Österreich, Design und Musik in den Niederlanden: Wer will, dem öffnet das Europa von heute zahlreiche Möglichkeiten, jenseits der Grenzen und sogar auf anderen Kontinenten zu studieren. Manch einer macht davon Gebrauch, weil der Numerus Clausus im Inland zu hoch ist, andere sind einfach nur neugierig auf die Erfahrung im Ausland. Grundsätzlich sollte man aber frühzeitig prüfen, wie es mit der Finanzierung aussieht. Sind die Lebenshaltungskosten im Ausland gering, könnte die monatliche Überweisung von den Eltern sogar niedriger ausfallen als zu Hause. Kommen hingegen hohe Studiengebühren hinzu, sollte man nach Finanzierungsmöglichkeiten im Gastland Ausschau halten. Noch wichtiger aber ist dies: Prüfe vorher sorgfältig, ob der im Ausland erworbene Abschluss auch in Deutschland anerkannt wird.

Was ist, wenn du während deines Auslandaufenthaltes krank wirst? Mehr zum Thema findest du hier: Aupair, Work & Travel, Studium: Krank im Ausland – was nun?

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