Fit für den Job

Wenn deine Zeitplanung es zulässt, solltest du nach der Schule unbedingt ein Praktikum machen – und zwar nicht nur dann, wenn ohnehin Wartezeiten zu überbrücken sind. Denn ein Praktikum vor der Ausbildung kann dir helfen, erste berufspraktische Erfahrungen zu sammeln und beruflichen Planungen einem ersten Praxistest zu unterziehen. Es kann deshalb sogar sinnvoll sein, zunächst gezielt nach einem Praktikums- und nicht dem Ausbildungsplatz zu suchen.

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Bessere Chancen für den Ausbildungsplatz

Praktika verbessern die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz ganz erheblich. Wenn dein Abgangs- bzw. Abschlusszeugnis nicht gerade durch Glanznoten besticht und du es in Ihrem Traumausbildungsberuf überdies mit starker Bewerberkonkurrenz zu tun hast, bekommst du im ersten Anlauf womöglich keine Zusage für den gewünschten Ausbildungsberuf. Um die Chancen für das nächste Jahr zu verbessern, bemühe dich um ein Praktikum in einem Bereich, der deinem Ausbildungsberuf nahekommt. Bei der Vergabe von Praktikumsplätzen sind nicht die Schulnoten entscheidend – hier zählen vor allem das starke Interesse und der glaubhaft vermittelte Einsatzwillen. Bei der nächsten Bewerbungsrunde um den Ausbildungsplatz sind deine Schulnoten zwar immer noch schlecht, doch hast du dann als Riesenpluspunkt die berufspraktische Erfahrung vorzuweisen.

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Wie lange dauert das Praktikum?

Die Mindestdauer eines Praktikums sollte bei drei Monaten liegen, optimal sind sechs oder gar zwölf Monate. Kurzzeitpraktika von zwei oder drei Wochen bringen kaum etwas und werden für den künftigen Ausbildungsbetrieb nur in den seltensten Fällen ausschlaggebend sein. Wer hingegen ein Jahrespraktikum nachweisen kann, macht sich in der Ausbildung bereits vom ersten Tag an nützlich – ein überzeugendes Argument für den künftigen Ausbildungsbetrieb!

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Rechtliches

Während das meist kurzzeitige Schul- oder Studienpraktikum wegen des meist geringen Nutzens für den Praktikumsbetrieb in der Regel gar nicht bezahlt wird, hast du als Jahrespraktikant, bei dem der Ausbildungsaspekt im Vordergrund steht, Anspruch auf eine vertragliche Regelung nach dem Berufsbildungsgesetz. Eine Aufwandsentschädigung ist ebenso vorgesehen wie ein Urlaubsanspruch und geregelte Arbeitszeiten (wobei abhängig von Ihrem Alter eventuell auch das Jugendschutzgesetz zu beachten ist). Steht statt der Ausbildung die reine Arbeitstätigkeit beispielsweise als Aushilfe im Vordergrund, hast du sogar Anspruch auf eine Vergütung, die sich an der Bezahlung der regulären Arbeitnehmer orientiert. Das ausbildungsorientierte Jahrespraktikum versteht sich also als ein ausgewogenes System des Gebens und Nehmens: Du bekommst Einblicke in die Berufspraxis und damit die Grundlage deiner späteren Ausbildung vermittelt. Im Gegenzug stellst du deine Arbeitskraft zur Verfügung und erhältst dafür eine angemessene Vergütung.

Wichtiger noch als die Bezahlung ist der Ausbildungsaspekt – lasse dir zum Abschluss deines Praktikums deshalb auf jeden Fall nicht nur eine Bescheinigung, sondern ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen!

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