Fern und doch so nah: Wie eure Liebe eine Fernbeziehung übersteht

Die Liebe fällt da hin, wo sie will. Nicht selten trennen deshalb tausende von Kilometern das Paar. Zum Glück gibt es heute Telefon und Internet, die eine Fernbeziehung wesentlich erleichtern.

Manchmal bringt man nach einem Auslandsaufenthalt mehr mit als ein paar landestypische Souvenirs. Neben dem kleinen Indianerpüppchen und der hölzernen Kanadagans ist noch ganz viel Sehnsucht im Gepäck. Denn während des Auslandsjahres in Winnipeg – um ein Beispiel zu nennen – hat man die Liebe seines Lebens gefunden. Zurück in Deutschland trennen einen rund 6.600 Kilometer, die Tiefen des Nordatlantiks und etwa 15 Stunden Reisezeit. Statt gemeinsam ins Kino zu gehen oder zum Bowlen sitzt nun jeder alleine in seinem Wohnzimmer. Trotzdem kann das gut gehen. Immerhin hat sich die Liebe noch nie etwas aus Kilometern gemacht. Und als schwacher Trost: Zu keiner Zeit war eine Fernbeziehung so einfach wie heute. Handy und Internet erleichtern die Kommunikation und überwinden Landesgrenzen und Kontinente.

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Feste Dates verbinden

Trotzdem gehört eine große Portion Engagement dazu, um eine Fernbeziehung lebendig zu halten. Aber wann macht es einem die Liebe schon leicht? Wichtig ist zunächst, nicht in Selbstmitleid zu zerfließen, sondern ebenfalls die guten Seiten der Beziehung auf Distanz zu sehen. Denn jeder der Liebenden hat mehr Zeit für sich. Zeit, um sich in das Studium zu knien, an der Karriere zu feilen, Hobbys oder Freundschaften zu pflegen. Man muss sich nicht rechtfertigen, wenn man auf dem Nachhauseweg vom Job noch eine Stunde im Park sitzt oder nach dem Fitnessstudio spontan in die Sauna geht. Allerdings sollte man sich immer penibel an Verabredungen mit seinem Partner halten. Beispielsweise an das sonntägliche Date um 20 Uhr zum Skypen. Derartige Rituale verbinden und werden oft zu dem Fixpunkt, auf den man sich die ganze Woche über freut. Auch am Alltag sollte man den Partner teilhaben lassen. Messenger-Dienste (z. B. WhatsApp) sind eine gute Möglichkeit, um den anderen auf dem Laufenden zu halten, was man den Tag über treibt: Uni, Schwimmen gehen im See, Shoppen oder mit einem Buch auf dem Sofa chillen.

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Missverständnisse sofort aus der Welt schaffen

Was allerdings nicht funktioniert, ist sich über derartige Dienste zu streiten. Um Streitpunkte oder Missverständnisse aus der Welt zu schaffen, sind Telefon oder das Videochat die bessere Methode. Manchmal ist das aber auch verbal nicht so einfach – wenn es zusätzlich zu der Problematik mit den Zeitzonen noch Verständigungsprobleme gibt, weil beide nicht die gleiche Muttersprache sprechen. Hier hilft nur Geduld und Punkte, über die man sich geärgert hat, nicht auf die lange Bank zu schieben. Sonst bauscht sich das ganze auf und steht irgendwann trennend zwischen den Liebenden. Wie allerdings in jeder anderen Beziehung auch – nur dass man sich nach einem klärenden „Gewitter" nicht mal eben in die Arme nehmen kann, wenn der andere auf der anderen Seite des Atlantiks wohnt.

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Der Beziehung eine Zukunft geben

Ein weiterer Trick, der hilft Distanzen zu überwinden, ist der Partnerschaft eine Perspektive zu geben. Das kann eine Liste von Dingen sein, die man in den nächsten Jahren gemeinsam erledigen möchte, oder der nächste Termin, an dem man sich wiedersieht. Auch für das Ende der Trennung auf Zeit sollte eine Perspektive existieren. Wann kann man zusammenziehen und in welcher Stadt? Bis dahin sollten sich beide mit den Besuchen abwechseln. Falls es sinnvoll ist, dass immer nur einer reist, kann sich der andere aber an den Kosten beteiligen. Und mit ein bisschen Glück gehört die Fernbeziehung irgendwann der Vergangenheit an und das gemeinsame Leben an einem Ort beginnt.


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