Ernährungskunde für "Erstis" (2): Und was esse ich unterwegs?

Als Student is(s)t man ja viel unterwegs – da ist neben der eigenen kleinen Küche auch die Ernährung an der Uni oder in der Stadt ein wichtiges Thema. Worauf sollte man hier achten? Natürlich auch auf den Preis, doch neben dem Preis kommt es hier wie bei selbst Gekochtem vor allem auf die schonende Art der Zubereitung und die Inhaltsstoffe an.

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Fettfallen unterwegs

Wer sich unterwegs preisgünstig und zugleich gesund ernähren möchte, sollte einen Riesenbogen um die Filialen der Burgerbrater, die Frittenschmieden, Currywurst- und Dönerbuden machen. Denn was hier angeboten wird, ist zwar meist billig und sättigend, doch auch extrem ungesund. Das liegt nicht zuletzt an den mehr oder weniger versteckten Fetten. Wer dann noch zwischendurch den einen oder anderen Schokoriegel verspeist und abends im Kino einen Liter Cola und einen Eimer Popcorn draufschüttet, hat das Kalorientagespensums eines Arbeiters im Straßenbau erreicht – ohne allerdings selbst nur halb so viele Kalorien verbraucht zu haben wie der Mann an der Rüttelplatte. Also: Augen auf gerade auch beim Unterwegsessen – die beiden Aspekte „schnell“ und „zwischendurch“ haben schon so manches Bemühen um einen schlanken, schönen Körper nachhaltig gestört.

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Mensa

Mensen sind meist besser als ihr Ruf. Es gibt kaum noch eine universitäre Mensa oder eine größere Betriebskantine, in der es kein reichhaltiges Salatangebot oder auch ein, zwei vegetarische Essen gäbe. Solange man sich dort bedient, ist alles gut – man bekommt eine aus frischen Zutaten zubereitete Mahlzeit für wenig Geld. Doch wer in der Mensa stattdessen Schweinebraten mit Kartoffelklößchen, Sauce und Kroketten wählt, bekommt für das gleiche Geld eher Ungesundes. Da heißt es also: Gehirn einschalten – nicht umsonst kommt Mensa von mens. Das ist Latein und heißt Geist.

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Ich bringe mir mein Essen selbst mit

Früher war es Standard, seine Stulle von zu Hause mitzubringen – vor allem aus Kostengründen. Denn das zu Hause vorbereitete Essen war immer günstiger als das in Kantine oder Mensa gekaufte. Heute gibt es einen weiteren guten Grund, sein Essen von zu Hause mitzubringen – die Gesundheit. Vor allem Allergiker wissen nie, ob das Essen in der Mensa oder in der Snackbar nicht doch Spuren von Erdnüssen, Sellerie oder anderen hochallergenen Substanzen enthält. Doch auch als nicht allergiegefährdeter Mensch kann man sich durchaus mit der selbst zubereiteten Mahlzeit einen Gefallen tun. Neben der Käsestulle aus biologischem Vollkornbrot kann das auch – auslaufsichere Dose vorausgesetzt – ein herzhafter Salat mit Tomaten und Paprika sein. Und wer es gern süß mag, kann sogar seine Früchte- oder Müsliriegel selbst herstellen. Bestandteile sind mit dem Mixer zerkleinerte Trockenfrüchte und Nüsse (je nach Geschmack durch Haferflocken ergänzt) – die Zutaten kann man mit der Hand schnell zu kleinen Riegeln formen. Als zusätzliche Klebesubstanz kann ein wenig Honig dienen (ein Teelöffel auf 100 g Trockenfrüchte und Nüsse ist ausreichend). Danach ein bis zwei Tage zum Trocknen in den Kühlschrank stellen, fertig ist der gesunde Früchteriegel. Der liefert einen sehr energiereichen (und d.h. kalorienreichen) Snack, doch neben dem Fruchtzucker enthalten Trockenfrüchte wertvolle Nährstoffe in Hülle in Fülle – für fleißige Studentenhirne die absolut ideale Zwischenmahlzeit!

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