Ernährungskunde für "Erstis" (1)

Der Auszug aus dem Elternhaus bringt nicht nur eine Fülle von Freiheiten, sondern auch das eine oder andere Problem mit sich. Zum Beispiel dieses hier: Wie ernähre ich mich preiswert und dennoch gesund? Welche Ernährungsfallen sollte ich unbedingt meiden, damit ich auch zum Ende meines Studiums noch rank und schlank bin? Doch der Reihe nach. Wir beginnen mit ein paar einfachen Haushaltstipps

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Planen ist das A & O

Wer einfach in den nächsten Discounter marschiert, um den Wocheneinkauf zu erledigen, wird entweder viel zu viel und damit viel zu teuer einkaufen oder aber das Wichtigste vergessen. Deshalb: Vor dem Einkauf einen Einkaufszettel schreiben. Und vor dem Schreiben des Einkaufszettels überlegen, was man wirklich braucht. Doch kann man das verallgemeinern? Ein Fleischesser glaubt ganz andere Dinge einkaufen zu müssen als ein Vegetarier oder gar ein Veganer. Gehen wir einfach mal von der Durchschnittsernährung aus – ein wenig von allem. Also: Was kann, was darf, was muss und was sollte auf gar keinen Fall?

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Gesund oder ungesund?

Bei der Vorratshaltung unterscheidet man zunächst zwischen Dingen, die kurzfristig verzehrt werden (wie zum Beispiel Milch- und Milchprodukte oder frisches Brot und Butter) und solchen Produkten, die sich eine Weile halten (wie zum Beispiel Knäckebrot, Marmelade, Ketchup oder Konserven). Hat man diese Unterscheidung im Kopf, kann nicht mehr viel schief gehen. Oder vielleicht doch? Immerhin gibt es ja, so liest man immer wieder, gesunde und weniger gesunde Lebensmittel. Wie war das gleich? Richtig: Zu viel Fett und zu viel Zucker gilt gemeinhin als ungesund. Deshalb Vorsicht bei Süßigkeiten und Snacks – hier kommen oft beide „Zuviels“ in einem Produkt zusammen: Schokolade besteht zum Großteil aus Fett und Zucker – das mit der „Extraportion Milch“ im Schokoriegel ist eine sachlich nicht ganz korrekte Aussage von Marketingstrategen. Selbst vermeintlich gesunde Müsliriegel sind da keine Ausnahme. Also Augen auf beim Einkauf und mal einen Blick auf die Zutatenliste riskieren. Und wie ist das bei Fetten und Ölen? Kaltgepresste Öle sind wegen der unzerstörten Nährstoffe immer vorzuziehen – sie kosten etwas mehr, sind aber auch gesünder. Butter ist durchaus nicht so ungesund, wie die Margarinehersteller uns seit Jahrzehnten glauben machen wollen. Im Gegenteil. Butter ist ein Naturprodukt, während Margarine ein Industriefett ist. Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt: man sollte wegen der wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe möglichst viele naturbelassene und wenig behandelte Lebensmittel kaufen. Also auch viel frisches Obst und allerlei Gemüse.

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Kosten

Gesundes Essen kostet? Ungesundes Essen kostet auf die Dauer mehr – nämlich die Gesundheit. Also lohnt es sich durchaus, vielleicht einen Euro mehr für das gute Brot eines handwerklich arbeitenden Bäckers auszugeben, das nicht so viele Zusatzstoffe enthält wie das zusatzstoffreiche Backmischungsbrot des Filialbäckers. Übrigens kann man sogar im Bioladen sparen: Wer kurz vor Ladenschluss kommt und sich öfter mal sehen lässt, kann in manchen Läden als guter Kunde das Brot und auch das nicht mehr ganz so taufrische Gemüse für den halben Preis bekommen. Interessant ist auch Ware aus dem Kühlregal, deren Verfallsdatum in Kürze abläuft – das Verfallsdatum sagt nicht, dass die Ware ab dem Tag verdorben ist. Joghurt zum Beispiel ist oft noch eine Woche oder länger nach dem Verfallsdatum lecker und genießbar. Nur bei Räucherlachs und Hackfleisch ist Vorsicht geboten, denn hier vermehren krankmachende Keime sich besonders schnell. Ein weiterer Ansatz, Kosten zu sparen, ist der Eigenanbau – selbst auf einem kleinen Balkon lassen sich mit erstaunlichem Erfolg Kräuter, Salate und Tomaten ziehen

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