Ein Zeichen setzen!

Ein Zeichen setzen

Gute Gründe für vegan: Ökologie und Tierschutz

Als Veganer setzt du ein Zeichen für die Schonung von Ressourcen und gegen Tierhaltung, insbesondere gegen die moderne Massentierhaltung mit all ihren Folgen für unser Ökosystem. Sicher, ein Einzelner kann unseren Erdball nicht vor der Zerstörung bewahren. Dennoch kommt es gerade auf jeden Einzelnen an, wenn es um Verschwendung und Verschmutzung von Wasser und Luft geht, um die Abholzung riesiger Regenwaldflächen und um die Wertschätzung von Tieren. Trotzdem, wenn du mit überzeugten Fleischessern ins Gespräch kommst, sei nicht missionarisch, denn das schreckt viele Leute ab. Zeige vielmehr mit guten Argumenten, inwiefern Veganer zum Tier- und Umweltschutz beitragen können. Auch eine vegane Lebensweise auf Zeit wäre ein kleiner, aber wertvoller Beitrag.

Gegen das Leiden von Tieren

„Nutztiere“ werden nicht um ihrer selbst willen geschätzt, sondern zum Nutzen für den Menschen gehalten. Dabei leben sie eingepfercht in engen Ställen und Käfigen und lernen grüne Weiden und Sonnenlicht meist gar nicht erst kennen. Schnäbel werden gekürzt, Hörner entfernt, männliche Küken vergast oder sogar gleich komplett geschreddert. Durch den Einsatz von Kraftfutter erreichen die Tiere im Turbotempo ihr Schlachtgewicht. Nun geht es in engen Viehtransportern zum Schlachthof. Hier werden die Tiere am Fließband getötet und zerlegt. Immer wieder kommt es vor, dass Tiere vor der Tötung nur unzureichend betäubt werden. Da der Durchschnittsfleischesser ein sauber in einer Styroporschale verpacktes Schnitzel bevorzugt, werden erhebliche Teile der geschlachteten Tiere als Abfall entsorgt.

Der Einsatz von Wachstumshormonen ist in Deutschland verboten. Sexualhormone allerdings sorgen in industriellen Ställen bei Tausenden von Sauen für einen gesteuerten Zyklus. So werden die Eisengitter-Geburtsstände perfekt ausgenutzt. Die Zeit zwischen den Würfen wird verkürzt, um ein Maximum an Ferkelzahlen zu erreichen. Regelmäßige Antibiotika-Gaben sind nötig, um die Tiere auf engstem Raum vor Infektionen zu schützen. Auf diese Weise werden Resistenzen gefördert, die auch für den Menschen immer gefährlicher werden.

Doch auch die Milcherzeugung funktioniert nicht ohne massive Eingriffe in das natürliche Leben von Tieren. Kühe werden ständig künstlich besamt, damit sie dauerhaft Milch geben. Die dafür sozusagen als Nebenprodukt entstehenden Kälber werden meist wenige Tage nach der Geburt von den Muttertieren getrennt und von Menschen ernährt, um alsbald geschlachtet zu werden.

Für die Schonung unseres Ökosystems

Viele Nutztiere brauchen riesige Mengen Futter. Für die Erzeugung von Soja werden weltweit Regenwälder abgeholzt mit nicht unerheblichen Folgen für die regionale Tierwelt und die dort ansässige Bevölkerung. Viel Fleisch braucht viel Wasser: Für die Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch werden bis zu 20.000 Liter Wasser verbraucht. Um ein Kilo Mais, Reis oder Soja zu erzeugen, genügen zwischen 1.500 und 2.000 Liter Wasser.

Die in der industriellen Tierhaltung anfallenden Güllemengen werden auf die Äcker ausgebracht und gelangen so in unser Grundwasser. Erhöhte Nitratwerte werden allerorten gemessen. Gefährliche Keime gelangen aus riesigen Tierställen durch Ventilatoren in die Luft.

Für die Weltmeere

Immer größere Fischfangflotten plündern die Weltmeere und zerstören mit ihren Schleppnetzen das empfindliche Ökosystem Ozean. Einige Fischarten sind in ihrem Bestand bereits stark gefährdet. Zudem werden große Mengen Beifang einfach zurück ins Meer entsorgt. In vielen Küstenregionen werden Lachse und Garnelen in Aquakultur erzeugt. Auch hier geht es meist nicht ohne den Einsatz von Antibiotika und anderer chemischer Substanzen. In Netzen oder Käfigen leben meist viele Tiere auf engem Raum. Große Mengen an Fischkot sorgen für eine Überdüngung und Verschmutzung der Gewässer. Zuchtfische werden übrigens oftmals mit Fischmehl gefüttert, für dessen Erzeugung wiederum große Mengen an Fischen industriell gefangen und verarbeitet werden.

nach oben

Weitere Tipps, Tests und Artikel

Blauer Schwede, Jaune de Doubs, Topinambur oder Ochsenherztomate.

Wer die grundlegenden Tricks der Food-Fotografie beherrscht, muss sich um fehlende Likes auf Facebook keine Sorgen machen. 

Laktosefreie Milch, Käse, Butter oder Kekse: Hübsch verpackt locken diese Produkte in den Supermarktregalen den Verbraucher.