E-Zigaretten und E-Shishas - süß, bunt, gefährlich

e-Zigarette

Würdest du auf den Gedanken kommen, ein industrielles Kühlmittel zu inhalieren? Klingt absurd und ist dennoch sehr beliebt bei allen Liebhabern von E-Zigaretten und E-Shishas.Das Erdölprodukt Propylenglykol bildet die Basis der Liquids, die bei E-Zigaretten oder E-Shishas verdampft und inhaliert werden, sofortige Atemwegsprobleme und spätere chronische Atemwegserkrankungen nicht ausgeschlossen. Allerlei süße und fruchtige Duft- und Aromastoffe machen E-Shishas besonders für Jugendliche attraktiv. Erhebungen zufolge hat jeder fünfte Jugendliche zwischen zwölf und 17 bereits E-Shishas und etwa jeder siebte E-Zigaretten konsumiert. Um diesem Trend entgegenzuwirken, gelten seit April 2016 strengere Regeln: Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen die Inhalationsprodukte weder kaufen noch konsumieren, egal ob mit oder ohne Nikotin. Händlern drohen saftige Strafen.

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Die Inhaltsstoffe und ihre Gefahren

Auch Liquids ohne das Nervengift Nikotin sind alles andere als harmlos: Neben den Basisstoffen Propylenglykol oder Glycerin enthalten sie nämlich jede Menge Aromastoffe. Auch geringe Mengen krebserzeugender Substanzen wie Nitrosamine wurden in einigen Liquids nachgewiesen. Daher warnt das deutsche Krebsforschungszentrum eindringlich vor dem Konsum von E-Shishas. Das Vernebelungsmittel Propylenglykol wird in erheblichen Mengen über den Dampf inhaliert. Es ist zwar als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, wird aber auch angewendet bei der Enteisung von Flugzeugen und als Feuchthaltemittel in Kosmetikprodukten. Die Hersteller von Propylenglykol warnen in ihren Sicherheitshinweisen davor, die Dämpfe einzuatmen, die bei einer Erhitzung des Stoffes entstehen. Kurzfristig führt das nämlich zu einer Reizung der Atemwege mit Husten und einer Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Auch Augenreizungen, Kopfschmerzen, Zahnfleischbluten, Schwindel und Übelkeit können als Folgen der Inhalation auftreten. Unter den zugesetzten Aromastoffen finden sich zahlreiche Kontaktallergene. Langfristig können durch den regelmäßigen Konsum Allergien und chronische Erkrankungen hervorgerufen werden.

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Risiko für Passivdampfer

Zwar kommt es bei E-Shishas nicht zu einem Verbrennungsprozess, doch werden ultrafeine Partikel über den Dampf in der Raumluft verteilt und können tief in die Lunge der Passivdampfer eindringen. Auch die Augen werden gereizt. Bei empfindlichen Personen können einige der verwendeten Aromastoffe Allergien auslösen. Außerdem erhöht sich durch das Vernebeln der ungesunden Substanzen das Asthmarisiko besonders bei Kindern.

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Einstieg in die Sucht?

Zwar enthalten viele E-Shishas gar kein Nikotin, dennoch können sie ein erster Einstieg in eine Nikotinsucht sein. Die Hemmschwelle für den Konsum nikotinhaltiger Produkte wird deutlich herabgesetzt und die Verhaltensweisen von „echten" Rauchern werden frühzeitig eingeübt. Rauchen wird zu einem Ritual in bestimmten Situationen, da ist der Griff zur richtigen Zigarette nicht mehr weit. Insofern sind die vermeintlich harmlosen Tabakersatzangebote nicht weniger gefährlich als echte Zigaretten.

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