Duales Studium

Duale Studiengänge werden immer beliebter. Doch was ist das eigentlich? Und was sollte man beachten, wenn man sich für diese Kombination aus Berufsausbildung und Studium interessiert?

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Praxis und Theorie

Ein Studium gilt immer noch als Krönung des Bildungsweges – man lernt die theoretischen Grundlagen des Faches kennen, lernt mit komplexen Methoden umzugehen und macht sich schlau über den gegenwärtigen Stand der Diskussion unter Fachgelehrten. Oft aber fehlt – was insbesondere die ersten Arbeitgeber der Hochschulabsolventen beklagen – der Praxisbezug. Eine klassische Ausbildung hingegen – auch Lehre genannt – legt vom ersten Tag an den Schwerpunkt auf berufliche Alltagspraxis und beschränkt die Theorie auf ein unerlässliches Minimum. Hier fehlen mitunter der Durchblick und die theoretische Fundierung, die oft erst den Blick über den Tellerrand hinweg erlaubt. Das duale Studium versucht, die Vorteile beider Ausbildungsformen miteinander zu verknüpfen. In der Praxis sieht das so aus, dass man an der Hochschule studiert und parallel in Praxisblöcken, die in den Unternehmen stattfinden, ausgebildet wird.

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Zeit und Geld

Man bekommt ein Auszubildendengehalt. Das duale Studium dauert in der Regel drei Jahre – mit dem erfolgreichen Ende des dualen Studiums erwirbt man gleichzeitig den Abschluss seines Ausbildungsberufes und einen akademischen Grad, meist den Bachelor. Der akademische Teil findet an öffentlichen Hochschulen, an Fachakademien wie auch an privaten Hochschulen oder Akademien stattfinden. Ist letzteres der Fall, muss man meist noch mit monatlichen Studiengebühren im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich rechnen. Sozialversicherungstechnisch gilt diese Form der Ausbildung übrigens nicht als Studium, sondern wie die normale betriebliche Ausbildung als sozialversicherungspflichtige Tätigkeit – es gibt hier also anders als im Hochschulstudium weder die Familienversicherung noch die studentische Versicherung.

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Voraussetzungen

Wichtigste formale Voraussetzung für ein duales Studium ist der entsprechende Schulabschluss, der einen entweder zum FH- oder Universitätsstudium befähigt. Ohne diesen Abschluss läuft nichts. Weiterhin ist wichtig, dass man einen Ausbildungsbetrieb findet, der duale Studiengänge unterstützt. Das müssen nicht immer Konzerne oder große Unternehmen sein. Auch kleine Unternehmen, die gezielt eigenen Nachwuchs aufbauen möchten, kommen durchaus als Ausbildungsbetrieb in Frage. Entscheidend sind auch die persönlichen Voraussetzungen: Wer ein duales Studium durchziehen möchte, sollte sehr lernorientiert und leistungsbereit sein – Studium plus Ausbildung setzt Disziplin voraus und ist wirklich nicht jedermanns Sache.

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Bessere Aussichten?

Hat, wer sich doppelt anstrengt, denn wenigstens auch doppelt so viele Chancen? Letztlich kommt es natürlich immer darauf an, ob Bedarf an der gewählten Fachrichtung besteht. Das ist aber meistens der Fall, weil duale Studiengänge oft in enger Abstimmung mit Unternehmen und Institutionen konzipiert werden, also sehr bedarfsorientiert angelegt sind. Von daher stehen die Chancen für Absolventen dualer Studiengänge meist sehr gut. Andererseits sollte man nicht außer Acht lassen, dass diese dualen Studiengänge eher eindimensional auf einen sehr speziellen Bedarf der Wirtschaft aisgerichtet sind und ein normales Hochschulstudium einem meist wesentlich mehr Zeit für die Entwicklung und Reifung der Persönlichkeit lässt – ein ebenfalls sehr wichtiger Faktor im Kampf um einen gut bezahlten Arbeitsplatz.

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