Die Sache mit dem süßen Glück

Immer wieder geistert die Meldung durch die Medien, dass Schokolade glücklich macht und auch sonst gar nicht so ungesund sei – was prompt den Widerspruch jener Mediziner und Ernährungswissenschaftler hervorruft, die sich hauptsächlich um das steigende Übergewicht unter Deutschlands Jugend und die Zahngesundheit sorgen. Was ist denn nun wirklich dran an der Sache mit dem süßen Glück und der Gesundheit? Daumen hoch – oder Daumen runter?

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Die Sache mit dem Glück

Die glücklich machende Wirkung von Schokolade liegt nicht wie oft behauptet an irgendwelchen in Schokolade enthaltenen psychoaktiven Substanzen. Die sind zwar in Schokolade erhalten, doch in viel zu geringer Menge, um einen Einfluss auf die Stimmung des Menschen haben. Die Sache ist viel einfacher: Viele Menschen neigen dazu, Schokolade als Belohnung zu verzehren oder auch zum Trost für eine kleine Niederlage im Alltag. Ist der Kummer nicht allzu groß, kann ein wenig zart schmelzende Schokolade mit dem Schicksal versöhnen. Erst durch den Verzehr von Schokolade in bestimmten Situationen gewinnt sie also eine emotionale Bedeutung und wird mit Zufriedenheit und Wohlbefinden assoziiert. Diese Gedankenverbindung wiederum löst ein „inneres Belohnungssystem“ aus: Der Botenstoff Dopamin – auch als Glückshormon bezeichnet – wird freigesetzt. Das funktioniert allerdings nur bei Menschen, die Schokolade mögen.

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Stresskiller ja, aber effektive Vorbeugung gegen Krankheiten?

Eine weitere positive Wirkung der Schokolade ist die Wirkung als Stresskiller. In Schokolade sind nämlich Magnesium und Kalium enthalten. Der Körper aber verbraucht diese Mineralstoffe bei Stress verstärkt – die Mineralstoffzufuhr über Schokolade macht also Sinn (ein Glas Milch und eine Banane hätten allerdings den gleichen Effekt). Und wie sieht es mit der Behauptung aus, dass Schokolade helfen kann, Krankheiten vorzubeugen? Richtig ist: Je dunkler die Schokolade ist, desto mehr Catechine sind enthalten, die Ihre Abwehrkräfte stärken und die Blutversorgung von Tumoren stören können. Doch daraus lässt sich unter keinen Umständen ableiten, dass Schokolade eine wirksame Krebsprophylaxe sei.

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Konzentrationssteigerer

Richtig ist wiederum, dass Schokolade Konzentration und Reaktionsvermögen steigern kann wegen des enthaltenen Koffeins und des Theobromins, das ähnlich wie Koffein wirkt. 50 Gramm Schokolade enthalten etwa die doppelte Menge dieser Stoffe wie eine Tasse Kaffee.

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Macht Schoki dick und ist sie schlecht für die Zähne?

Wie sich Schokolade auf die Figur auswirkt, hängt ganz von dem Kakaogehalt der Schokolade ab. Je höher der Kakaogehalt der Schokolade ist, desto weniger Kalorien enthält sie. Und: Schokolade kann sogar einen Beitrag zum Zahnschutz leisten! In der Schale von Kakaobohnen ist nämlich ein Stoff enthalten, der Bakterien abtötet und vor Zahnbelägen schützt. Vor allem Milchschokolade enthält weitere Substanzen, die kariesvorbeugend wirken (z.B. Kasein, Kalzium, Phosphate). Da diese helle Schokolade allerdings auch sehr viel Zucker enthält, ist Zähneputzen unerlässlich. Und um noch ein Vorurteil aufzuklären: Schokolade stopft NICHT. 100 Gramm Kakao haben die gleiche Wirkung wie die gleiche Menge Vollkornbrot: Beide Lebensmittel haben einen hohen Ballaststoffanteil – das gilt jedenfalls für die dunkle Variante.

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Fazit

Schlechtes Gewissen beim Verzehr von Schokolade ist nicht nötig. Solange es in Maßen geschieht, ist er sogar ansatzweise nützlich. Aber lieber zu dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil greifen. Und bitte unbedingt auf ausgleichende Bewegung achten!

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