Die Gehaltsverhandlung

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach – man stellt Arbeitsleistung zur Verfügung und darf etwas dafür verlangen. Die Gehaltsverhandlung steht nicht nur am Beginn eines Arbeitsverhältnisses, sondern kann nach zwei oder drei Jahren erneut zum Thema gemacht werden. Wenn du den Chef um mehr Geld bitten willst, solltest du dich allerdings gut vorbereiten.

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Die Gehaltsverhandlung im Job

Mehr Geld für die eigene Arbeitsleistung zu wollen ist legitim – sofern deine Argumente stimmen. Berufe dich auf zusätzliche Leistungen, die du erbringst, auf gewachsene Verantwortung, auf erweitertes Know-how. Keine guten Argumente sind:

  • „Ich hab schon so lange keine Gehaltsaufbesserung erhalten“
  • „Meine Kollegin verdient aber mehr als ich“
  • „Meine Freunde meinen, ich würde zu wenig verdienen“

Merksatz Nr. 1: Du bekommst dein Gehalt aufgrund deiner persönlichen Arbeitsleistung. Es zählt ausschließlich, das, was du vorweisen kannst. Einkommen anderer oder Meinungen anderer sind hier irrelevant. Schon gar nicht solltest du sagen: „Woanders bekäme ich aber mehr“. Denn dann läufst du Gefahr, dass Chefin oder Chef antwortet: „Dann will ich sie nicht aufhalten – viel Glück!“ Kommst du mit deinem Wunsch nach einer Gehaltsaufbesserung nicht durch, versuche es ruhig später – etwa nach drei Monaten – noch einmal. Vielleicht hast du bis dahin bessere Argumente gesammelt oder sogar konkrete Leistungen vorzuweisen.

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Die Gehaltsverhandlung vor dem Job

In Stellenanzeigen wird oft um Angabe des Gehaltswunsches gebeten. Gehe realistisch an die Sache heran und vermeide zwei Fehler: Werde erstens nicht unverschämt. Und sei zweitens nicht zu bescheiden. Wer ein reines Phantasiegehalt als Wunsch angibt, setzt sich der Gefahr aus, nicht ernst genommen und für ungeeignet gehalten zu werden – immerhin gehört eine richtige Einschätzung der Verdienstmöglichkeiten zum Jobverständnis dazu (welcher Verdienst angemessen ist, lässt sich leicht über Gehaltstabellen im Internet ermitteln). Ein allzu bescheidener Wunsch hingegen signalisiert, dass man womöglich unsicher, mangelhaft qualifiziert und eine Vollniete ist – oder sich in so großer Not befindet, dass man auch jeden anderen Job für wenig Geld machen würde. Nichts davon wäre eine gute Empfehlung. Ganz wichtig: Ist die Angabe eines Gehaltswunsches zunächst nicht gewollt, falle nicht mit der Tür ins Haus, sondern warte, bis gefragt wird. Dann allerdings solltest du eine durchdachte Antwort parat haben und nicht erst lange überlegen müssen.

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