Deine ersten Schritte zum Erfolg

In Kooperation mit Hesse/Schrader – Büro für Berufsstrategie www.berufsstrategie.de

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Einstellungs- und Auswahlverfahren gibt es viele. Sie reichen vom klassischen Vorstellungsgespräch zwischen Bewerber und Personalchef über schriftliche Prüfungen bis zum aufwändigen Assessment Center. Was gehört aber zum erfolgreichen „Hürdenlauf“ auf dem Weg zum Wunschberuf dazu? Auf jeden Fall immer eine gute auswahlbezogene Vorbereitung. So selbstverständlich das auch klingt, umso mehr sollte es beachtet werden. Denn etliche Bewerber gehen blauäugig in Auswahlverfahren, Tests und Vorstellungsgespräche in dem Glauben, sie werden diese auch ohne großen Aufwand bestehen. Bist du dagegen gut vorbereitet, hast du einen klaren Vorteil.

Mach dich also frühzeitig mit verschieden Formen von Testaufgaben vertraut, um Sicherheit und Routine zu gewinnen. Und das alte Sprichwort gilt auch hier: Übung macht den Meister. Wenn du solche Tests schon öfter gemacht hast, gerätst du auch bei einem Einstellungstest nicht in Panik. Und mach bitte dein Selbstwertgefühl nicht von einem Testergebnis abhängig. Wissenschaftlich ist es ohnehin umstritten, ob vom Test- auf den Berufserfolg geschlossen werden kann.

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Grundregeln für schriftliche Tests – So packst du es richtig an

Lies Bearbeitungshinweise sehr gründlich. Nutze zu Testbeginn die Zeit der Aufgabenerklärung und frage den Testleiter bei Unklarheiten, solange dazu noch Gelegenheit besteht. Mach dir das Aufgaben- und Lösungsschema klar. Versuche, dich an ähnliche, bereits gelöste Aufgaben aus Testtrainingsbüchern zu erinnern.

Arbeite schnell und mit einem angemessenen Maß an Sorgfalt. Bedenke dabei, dass du meistens unter Zeitdruck arbeiten musst. Beiß dich nicht an schwierigen Aufgaben fest, du verlierst sonst wertvolle Zeit für andere, vielleicht leichtere Aufgaben. Löse lieber viele als schwere Aufgaben, auch das ist ein Zeichen von Effizienz. In der Regel sind Testaufgaben nach steigendem Schwierigkeitsgrad von leicht nach schwer angeordnet.

Weißt du eine Lösung nicht und sind verschiedene Antwortmöglichkeiten vorgegeben, wende die folgenden Strategien an:

  • Versuche falsche Lösungen zu eliminieren, um so die richtige "einzukreisen' (Ausschlussstrategie). Es ist leichter, z.B. unter zwei verbleibenden Möglichkeiten auszuwählen, als unter mehreren.
  • Rate notfalls lieber eine Lösung, anstatt gar nichts anzukreuzen. Aber Achtung: Manchmal werden falsche Antworten mit Punktabzug bedacht (lies daher aufmerksam die Bearbeitungshinweise). Halte dich dann lieber zurück.
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Intelligenz-Tests – Was wird geprüft?

Bei der Frage nach der Intelligenz ist sich die Wissenschaft uneins. Einigkeit besteht jedoch in dem Punkt, dass es so etwas wie „intelligentes Verhalten“ gibt. Fest gemacht wird es vor allem an der Art, wie du Probleme löst.

Zur so genannten allgemeinen Intelligenz zählen logisches Denken, Abstraktionsfähigkeit und praktisch-technische Intelligenz. Sie wird geprüft anhand von verbalen, numerischen und figural-bildhaften Aufgabentypen wie beispielsweise:

  • Logik- und Abstraktionsfähigkeits-Aufgaben
  • Rechenfähigkeit / mathematisches Denken
  • Technisches Verständnis
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Merkfähigkeitsprüfungen
  • Kreativitäts-Aufgaben

Dadurch verspricht man sich vier Aussagen über dich:

  • Deine Verarbeitungskapazität (komplexe Problemlösungs-Aufgaben)
  • Deine Bearbeitungsgeschwindigkeit (Leistungs-Konzentrations-Aufgaben)
  • Deine Merkfähigkeit (Gedächtnisüberprüfungs-Aufgaben)
  • Dein Einfallsreichtum (Kreativitäts-Aufgaben)

Hier einige Beispiele von typischen Intelligenztestaufgaben.

  1. Was ist das Gemeinsame von Elefant und Veilchen?
  2. Wenn drei Tage vor gestern Mittwoch war, welcher Tag wird morgen sein?
  3. Wenn alle Krokodile beißen und fliegen können und alle Riesen, die stottern, Krokodile sind, können stotternde Riesen dann fliegen?

(Antworten: 1. sie leben; 2. Montag; 3. ja)

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Persönlichkeits-Tests – Worum geht es?

Vor wenigen Jahren noch waren insbesondere fachliche Qualifikationen für die Bewerberauswahl entscheidend. Heute spielen zunehmend soziale Komponenten eine größere Rolle. Die Persönlichkeit eines Mitarbeiters ist heute mitentscheidend, egal auf welcher Verantwortungsebene. Um die Persönlichkeit von Bewerbern herauszufinden und zu bewerten, gibt es speziell für die Arbeitswelt konstruierte Testauswahlverfahren.

In vier Untersuchungsthemen wird die persönliche Eignungsvoraussetzung beleuchtet:

  1. Wie ist dein Führungs- und Leistungsanspruch? Welche beruflichen Ziele du hast und auf welcher Ebene du „mitspielen“ möchtest, wird unterteilt nach
  • Führungsmotivation
  • Gestaltungsmotivation
  • Leistungsmotivation
  1. Wie ist deine Arbeitsweise? Dein Arbeitsstil und wie du an Aufgaben herangehst wird unterteilt nach
  • Handlungsorientierung
  • Flexibilität
  • Gewissenhaftigkeit
  1. Wie ist dein Sozialverhalten? Wie du mit Anderen umgehst und zurechtkommst wird unterteilt nach
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kontaktfähigkeit
  1. Wie ist deine psychische Konstitution? Wie stabil und gesund du bist wird unterteilt nach
  • Selbstbewusstsein
  • Emotionale Stabilität
  • Belastbarkeit

Übe in Ruhe vorher solche Tests und sei dabei ehrlich. Schaue dir dann deine schlechteren Werte genau an und überlege, wie du an dir arbeiten kannst, diese zu verbessern. Frage auch Freunde. Oft hilft schon ein Blick von außen, deine Fähigkeiten in einem anderen Licht erscheinen zu lassen.

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Allgemeinwissens-Tests – Die Hintergründe

Nicht selten wird ein Allgemeinwissens-Test zur Auflockerung vorangestellt oder er dient dazu, die Wissenstiefe des Bewerbers auszuloten. Ob 10 oder 20 Fragen, in machen Fällen auch über 100, – immer wiederkehrende Themen sind: Staat, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie und andere dir aus der Schule her bekannte Fächer.

Unter mehr oder weniger Zeitdruck bearbeitest du dann die Fragen und gibst so auch eine Art Interessensspektrum ab. Solche Fragen könnten z. B. lauten:

  1. Wie viele Einwohner hat die Bundesrepublik Deutschland? a. weniger als 50 Mio.
    b. etwa 80 Mio.
    c. etwa 65 Mio.
    d. mehr als 95 Mio.
  2. Was sind Subventionen? a. Schutzzölle
    b. staatliche Zuschüsse
    c. indirekte Steuern
    d. Unternehmenssteuern
  3. Wer war der Autor des „Faust“? a. Bertold Brecht
    b. Gotthold Ephraim Lessing
    c. Friedrich v. Schiller
    d. Johann Wolfgang v. Goethe
  4. Wie viel Liter Blut hat normalerweise ein erwachsener Mensch? a. 8-9 l
    b. 3-4 l
    c. 5-6 l
    d. 9-10 l

(Antworten: 1. b; 2. b; 3. d; 4. c)

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Grundregeln für nicht-schriftliche Tests

Bei jeder Bewerbung und jedem Auswahlverfahren kommt es im Kern auf drei Dinge an, die sich mit der Formel „KLP“ griffig umschreiben lassen. Du musst deinem potenziellen Arbeitgeber zeigen, dass du die Kompetenz (K), die Leistungsmotivation (L) und die Persönlichkeit (P) mitbringst, die den Anforderungen der Stelle entsprechen.

Kompetenz bedeutet natürlich vor allem dein fachliches Können, deine Logik, dein Allgemeinwissen, etc., was du bei den schriftlichen Tests unter Beweis stellst. Deine Leistungsmotivation wird mit typischen Fragen getestet wie: „Warum wollen Sie ausgerechnet bei uns arbeiten?“ oder „Was reizt Sie an dieser Aufgabe/Position?“ Zeig hier, dass du gut vorbereitet bist und das Unternehmen kennst, damit stellst du bereits erste Leistungen unter Beweis. Hebe die Besonderheiten der Firma hervor und begründe, dass du dich deshalb dort bewerben und etwas leisten willst.

Neben deiner Fachkompetenz und der Leistungsmotivation sind jedoch deine Persönlichkeit und der Faktor Sympathie sehr wichtig, die viele Personalchefs auch als Social Skills oder als soziale bzw. emotionale Intelligenz verstehen. Dass du eine sympathische Persönlichkeit bist, kannst du Prüfern oder dem Personalchef vor allem in persönlichen Begegnungen vermitteln. Hier geht es in erster Linie um dein Auftreten, dein Verhalten und darum, wie du wirkst. Leistungsmotivation und Kompetenz sind immer wichtig, aber in dieser Situation eher nachrangig.

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Das Vorstellungsgespräch – Verkauf dich gut!

Stell dir das Vorstellungsgespräch als eine Art mündlicher Prüfung von Seiten des Chefs vor. Der Ton ist zwar zumeist locker, aber er achtet sehr darauf, was du sagst und vor allem darauf, wie du es sagst. Und stell dir das Vorstellungsgespräch gleichzeitig als ein Verkaufsgespräch von deiner Seite aus vor. Du willst, dass der Chef dich einstellt, also musst du ihm das auch schmackhaft machen.

Auch hier kannst du dich gut vorbereiten. Überleg vor allem, was du dem Unternehmen anbieten kannst. Das bedeutet, mach dir bewusst:

  • was du selbst kannst
  • wer du bist
  • was du willst und
  • was dein potenzieller Arbeitgeber für diese Stelle ganz genau sucht.

In der Regel hat das Bewerbungsgespräch einen typischen Ablauf und es gibt klassische Fragen, die immer wieder gestellt werden, wie z. B. nach deiner Person, nach deinem Werdegang und deinen Erfahrungen oder nach deinen Gehaltsvorstellungen. Hierzu kannst du dir sehr gut vorab Antworten überlegen. Informiere dich darüber in den entsprechenden Abschnitten.

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Das Assessment Center – Die ausführliche Prüfung

Das Assessment Center ist hingegen eine längere und ausführliche Testreihe. Der Begriff stammt aus dem amerikanischen „to assess“, was „bewerten, beurteilen, einschätzen“ bedeutet. Die Grundidee des Assessment Centers ist, Kandidaten bei Aufgaben und in Übungen zu beobachten, die den Anforderungen und Situationen der künftigen Aufgabe möglichst genau entsprechen. Ein Auswahlgremium aus mehreren Personen (Assessoren) beobachtet die Teilnehmer und hält die Umgangs- und Verhaltensweisen anhand von Beobachtungsbögen fest. Für jeden Teilnehmer werden jeweils verschiedene Merkmale beurteilt und auf einer Skala bewertet, um einen Teilnehmervergleich zu ermöglichen. Dadurch kann der einzelne Kandidat auch in seinem Verhalten und in seinen Leistungen über die verschiedenen Übungen hinweg betrachtet werden.

Auch hier gibt es typische Abläufe und Aufgaben, auf die man sich gut vorbereiten kann. Es kommen in der Regel Gruppendiskussionen, Einzelaufgaben, Präsentationsübungen und Rollenspiele darin vor, die Sie in vielen Variationen üben und trainieren können. Tipps, Übungen und viele Informationen dazu erhältst du auch hier auf unseren Seiten.

Ähnlich wie bei einem Vorstellungsgespräch kommt es im Kern darauf an, einen guten Eindruck zu machen, um die Beobachter, die Entscheider, von dir zu überzeugen. Es dreht sich alles um deine Kompetenz, deine Leistungsmotivation und deine Persönlichkeit. Dein Auftreten, deine Kleidung und Körpersprache werden ebenso bewertet, wie dein Verhalten bei den einzelnen Aufgaben.

Je besser du dich mit den verschiedenen Prüfungs- und Auswahlverfahren vorab auseinandersetzt, desto souveräner wirst du in die Prüfungssituation gehen und dementsprechend besser abschneiden.

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Lesetipp:

Der Testknacker

Einstellungstests verstehen und lösen
(von Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader)

In Auswahlverfahren kommt es vor allem darauf an, das Prinzip der Tests zu begreifen und die Aufgaben dadurch schneller und besser zu lösen. Der Testknacker hilft dabei. Er entschlüsselt Aufbau und Struktur der heute üblichen Testverfahren aus den Bereichen Logik, Mathematik, Technik, räumliches Vorstellungsvermögen, Einfallsgeschwindigkeit, Kreativität, Merkfähigkeit.

Inhalte:

  • Systematische Gliederung von Aufgaben und Testtypen
  • Ausführliche Beschreibung von Lösungswegen
  • Großes Verzeichnis mathematischer und physikalischer Gesetze

Erschienen:

  • 2013 bei STARK Verlag/Hallbergmoos
  • 230 Seiten
  • Broschur
  • ISBN: 3866687958
  • EAN: 9783866687950

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Lesetipp:

Testtraining für Ausbildungsplatzsuchende

Wie man Assessment Center und anderer Gruppenauswahlverfahren erfolgreich besteht
(von Jürgen Hesse, Hans Christian Schrader)

Nicht nur gute Schulnoten oder tolle Bewerbungsunterlagen garantieren den Wunschausbildungsplatz. Der entscheidende Weichensteller liegt in der persönlichen Begegnung, im Eindruck, den du hinterlässt.

Es werden nicht nur Fragen, sondern auch knifflige schriftliche und mündliche Aufgaben gestellt. Auch das Gruppenauswahlverfahren wartet mit jeder Menge Überraschungen auf. Gut, wenn du weißt, was auf dich zukommt und worauf es wirklich ankommt.

Hesse/Schrader zeigen, wie du durch gezielte Vorbereitung und Training alles bewältigen können. PLUS Zahlreiche Übungen, viel Lernmaterial und Erfahrungsberichte von erfolgreichen Bewerbern!

Inhalte:

  • Vorstellungsrunde
  • Gruppendiskussionen
  • Rollenspiele
  • Präsentationsaufgaben
  • Persönlichkeits-, Intelligenz- und Leistungs-Konzentrationstests

Erschienen:

  • 2013 bei STARK Verlag/Hallbergmoos
  • 232 Seiten
  • broschiert
  • mit CD-Rom (Windows)
  • ISBN: 3866686021
  • EAN: 9783866686021
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