Das Wochenende für die Liebe: Tipps für eine Wochenendbeziehung

Immer wieder sonntags heißt es Abschied nehmen. Wochenendbeziehungen sind nicht einfach, aber auch kein Weltuntergang. Sie bieten einige Vorteile und wenn sich beide Partner Mühe geben, mündet sie oft in eine gemeinsame Zeit an einem Ort.

Einer wohnt in München, der andere in Hamburg. Ein gemeinsames Leben findet nur am Wochenende und im Urlaub statt – abwechselnd im Norden und im Süden Deutschlands. Derartige Paarbeziehungen werden immer häufiger. Denn in unserer modernen Zeit fordern Studium und Job Flexibilität. Meistens funktioniert diese Liebe auf Distanz sogar – zumindest eine Weile. Danach sollte irgendwann das Zusammenziehen in eine Stadt anstehen oder das Ende der Beziehung eingeläutet werden, da die Liebe über die vielen Stunden im Flugzeug, auf der Autobahn oder im Zug verloren gegangen ist. Doch neben den Problemen bringt eine Wochenendbeziehung auch Vorteile mit sich. Denn jeder kann unter der Woche sein eigenes Leben leben: Seine Karriere vorantreiben oder sich voll und ganz seinem Sport widmen. Diese Freiheiten gibt es in einer Beziehung, in der sich beide eine Wohnung teilen, nicht in dem Ausmaß. Hier gehören Absprachen dazu und der regelmäßige Ärger darüber, wer den Müll runter trägt und die Toiletten putzt.

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Einfach mal faul miteinander sein

Trotzdem ist eine Wochenendbeziehung immer eine Belastung. Das Pendeln stresst und das häufige Packen des Koffers erst recht. Damit sie trotzdem funktioniert, sollten sich die Liebenden an ein paar Regeln halten. Dazu gehört vor allem Vertrauen in den anderen. Wer ständig SMS mit dem Inhalt „Wo bist du?" verschickt oder telefonisch nachfragt, was der andere gerade macht, kann sich auch gleich auf die Suche nach einem anderen Partner begeben. Bleibt also gelassen und vertraut der Freundin oder dem Freund. Und verabredet auch. Beispielsweise zum abendlichen Telefon- oder Skype-Treffen. Außerdem hilft es, für die gemeinsam verbrachten Wochenende Pläne zu schmieden. Allerdings solltet ihr nicht nur von Freitagabend bis Sonntagnachmittag unterwegs sein. Gönnt euch ein paar Stunden, um euch wieder aneinander zu gewöhnen – und auch Stunden, die ihr nur faul miteinander verbringt. Dadurch und über Rituale wie das samstägliche Essen bei eurem Lieblingsitaliener schafft ihr eine Art Alltagsleben.

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Das Leben findet nicht nur auf Wolke 7 statt

Falsch ist es auch, die Erwartungen an die gemeinsame Zeit zu hoch anzusetzen. Nur weil man zusammen ist, muss man nicht jede Minute auf Wolke 7 verbringen. Wie zu jeder anderen Beziehung auch, gehören Höhen und Tiefen zur Wochenendbeziehung. Diese schweißen zusammen und bilden quasi das Fundament. Schließlich soll die Liebe die Zeit des Pendelns überstehen und irgendwann in eine gemeinsame Zeit an einem Ort münden. Damit diese Pläne konkret werden, sollte man darüber sprechen: Was plant ihr für die Zukunft? Wie sollen Job und Familienleben aussehen? Wo möchtet ihr leben: in seiner oder ihrer Stadt? Ebenfalls ein Thema sollte das liebe Geld sein. Wenn der eine mehr pendelt als der andere, ist es nur fair, sich die Kosten für Bahnticket oder Benzin zu teilen.

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Den Alltag mit dem Partner teilen

Anders als in anderen Beziehungen läuft auch die Leidenschaft ab. Dadurch dass man sich nur an den Wochenende sieht, hält der Alltagstrott im Bett oft erst spät Einzug. Dennoch ist es wichtig, seine Lust ebenfalls in den Zeiten, in denen man nicht beisammen ist, auszuleben. Seid einfallsreich! Leidenschaftliche E-Mails, sexy Fotos oder Dirty Talk am Telefon sind schließlich sogar dann drin, wenn einen Hunderte von Kilometern trennen. Überhaupt ist die Kommunikation – ob nun jugendfrei oder für Erwachsene – in Zeiten der räumlichen Trennung wichtig. Haltet den anderen über das, was ihr jeden Tag macht, auf dem Laufenden. Das kann eine WhatsApp aus dem Park sein oder ein Foto aus der Mensa. Wichtig ist nicht das Wie, sondern dass man über die Entfernung hinweg eine Nähe schafft. Diese sollte auch mal einen Streit aushalten können oder eine längere Phase, während der man sich nicht seht. Wie jede andere Beziehung übrigens auch.

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