Das Monster unter dem Bett: Wie man Albträume los wird

Stressige Zeiten in Schule, Uni oder Schule können nächtliche Albträume hervorrufen. Falls sie nicht von alleine wieder verschwinden, gibt es einige Tricks, um sie zu verjagen.

Da sitzt man in der Klausur vor den Aufgaben und weiß absolut nichts. Am Tag der mündlichen Prüfungen läuft man durch die Straßen, ohne jemals in der Uni anzukommen. Oder das Flugzeug, mit dem man in den Urlaub fliegt, stürzt mitten über dem Meer ab. Wer kennt derartige Albträume nicht? Solche Gruselszenarien treten besonders häufig in stressigen Zeiten, beispielsweise im Abi, während der Klausuren am Ende des Semesters oder unmittelbar vor der Bachelorprüfung auf. Als hätte man tagsüber nicht schon genügend Sorgen, schleichen sich die finsteren Gedanken auch noch als Albtraum in den Schlaf. Schlafforscher haben herausgefunden, dass es meistens in der zweiten Nachthälfte so weit ist.

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Albträume und ihre Ursachen

Während der sogenannten REM-Schlafphase, die durch schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet ist, entwickelt sich ein harmloser Traum plötzlich zum Horrorfilm. Typische Albtraumszenarien sind zum Beispiel das Fallen ins Bodenlose, verfolgt werden, zu spät kommen, der Tod oder das Verschwinden von nahestehenden Personen oder sich gelähmt fühlen. Die entstehenden Gefühle sind so stark, dass man erschreckt aus dem Traum erwacht.

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Die Nachtgespenster aus der Kindheit

Viele Erwachsene kennen das sicherlich noch aus der Kindheit. Da war es beispielsweise der Lastwagen, der einen mindestens ein Mal pro Monat durch die Straßen gejagt hat. Im Alter von sechs bis zehn Jahren sind die Nachtgespenster nahezu ein Plage, danach werden sie immer weniger. Doch in stressigen Zeiten tauchen sie häufig wieder aus ihren finsteren Verstecken auf. Auch Alkohol oder manche Medikamente können den nächtlichen Horror heraufbeschwören. Meistens sind es zudem die dünnhäutigen, sensiblen Menschen, die Nachtgespenster anziehen – während die sprichwörtlich Dickfelligen ungestört schlummern.

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Liegt eine Angststörung vor?

Behandlungsbedürftig werden nächtlichen Albträume, wenn sie einen starken Leidensdruck verursachen. Wenn sie einen noch tagsüber in Angst und Schrecken versetzen und man sich abends im Bett nicht mehr traut, die Augen zu schließen. Darüber hinaus können die Konzentration und die Stimmung durch den nächtlichen Horror beeinflusst werden. Tauchen die Albträume häufiger als einmal in der Woche auf, kann auch eine Angststörung vorliegen. In dem Fall – oder wenn der Leidensdruck zu stark ist – sollten nach Absprache mit dem Hausarzt ein Psychotherapeut oder ein Schlafmediziner hinzugezogen werden.

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Dauerhaft ruhige Nächte

Nächtliche Monster, die sich auf stressige Prüfungsphasen zurückführen lassen, kann man häufig alleine verjagen. Hilfreich ist es z. B., sich Stift und Zettel neben das Bett zu legen und nach dem Aufwachen den Albtraum direkt zu notieren. Am nächsten Morgen wird das Geschriebene mehrmals gelesen. Durch die Wiederholung verliert der Albtraum seinen Schrecken – außerdem sieht er bei Tageslicht gleich nicht mehr gar so schaurig aus. Eine andere Möglichkeit ist, sich ein neues, positives Ende für den Horrortraum auszudenken. Dazu wird der Geträumte zunächst wieder notiert und dann bewusst umgestaltet. Wer beispielsweise nachts von einem großen, bissigen Hund verfolgt wird, stellt sich bildlich vor, wie der Hundebesitzer aus der Haustür tritt und sein Tier zurückpfeift. Dieses positive Ende sollte man zwei Wochen lang täglich in Gedanken durchgehen. Ziel ist es, im Schlaf wie eingeübt zu reagieren und so dem Albtraum für alle Zeiten ein positives Ende zu verpassen. Dann hat er sich ausgeträumt, die stressigen Zeiten in Schule, Uni oder Job sind hoffentlich auch vorbei – und die Nächte wieder ungestört.

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