Broken-Heart-Syndrom: Wenn das Herz bricht … 

Das Leid ist groß. Die Liebe des Lebens hat Schluss gemacht. Auch wenn der Liebeskummer jetzt heftig ist, so vergeht er mit der Zeit doch wieder. So sollte es sein und so ist es meistens auch. Doch manchmal kommt es aufgrund des hohen seelischen Stresses zum Broken-Heart-Syndrom, einer Krankheit mit gleichen Symptomen wie beim Herzinfarkt.

Wenn eine Liebe zu Ende geht, bricht einem sprichwörtlich das Herz. Seit Anfang der 90er Jahre weiß man, dass diese Redensart nicht nur so daher gesagt ist, sondern dass es tatsächlich dazu kommen kann. Die Krankheit heißt Broken-Heart-Syndrom, in der Fachsprache Stress-Kardiomyopathie. Natürlich bricht das Herz nicht wie ein dünner Ast entzwei, auf den man versehentlich getreten ist. Vielmehr ähneln die Beschwerden denen eines Herzinfarktes: Das Herz krampft sich zusammen, die Brust schmerzt und fühlt sich eng. Anders als beim „echten" Herzinfarkt ist kein verstopftes Herzkranzgefäß der Grund, sondern eine stressbedingte Verengung der Herzkranzgefäße. Dadurch wird zwar ebenfalls die Durchblutung des Herzmuskels gebremst, aber in der Regel erholt sich das Herz innerhalb weniger Tage oder Wochen ohne zurückbleibende Schäden davon.

nach oben

Broken-Heart-Syndrom: weltweite Verbreitung

Die Ursachen des Broken-Heart-Syndroms können Liebeskummer sein oder z. B. der Schmerz, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Der Kummer ist so groß, dass der Körper massiv Stress-Hormone ausschüttet, die vermutlich zur Verkrampfung der Herzkranzgefäßwand führen. Bis ins Detail ist das allerdings noch nicht erforscht, weil die Krankheit selten ist und die Patientenzahlen dementsprechend gering. Allerdings gehen Mediziner von einer weltweiten Verbreitung der Krankheit aus. Was auch nicht verwunderlich ist, da überall auf dem Erdball Beziehungen in die Brüche gehen, Frauen wie Männer stark unter Liebeskummer leiden und Menschen, die einem lieb und teuer sind, sterben. Vom Broken-Heart-Syndrom sind allerdings weitaus mehr Frauen als Männer betroffen.

nach oben

Untersuchungsergebnisse: sie geben Entwarnung

Trotzdem schützt ein seltenes Auftreten natürlich nicht davor, dass es einen selbst erwischt. Im ersten Moment ist der Schock groß. Die meisten der Betroffenen befürchten einen Herzinfarkt und oft geht es mit Blaulicht ins nächste Krankenhaus. Im akuten Stadium lässt sich nicht sofort unterscheiden, ob ein Infarkt vorliegt oder das Broken-Heart-Syndrom. Erst eine Herzkatheter-Untersuchung oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) liefern aussagekräftige Befunde – und geben Entwarnung.

nach oben

Liebeskummer: die Zeit heilt die Wunden

Auch wenn es nicht zum Broken-Heart-Syndrom kommt, kann Liebeskummer den Körper und Seele gewaltig beeinträchtigen. Nicht selten sind Bauchschmerzen, Verspannungen, (harmlose) Schmerzen in der Herzgegend, Schlaflosigkeit, innere Unruhe und eine insgesamt geschwächtes Immunsystem die Folge. In der Regel ist das aber nicht von Dauer. Wenn der Schmerz nachlässt und das Aufarbeiten einsetzt, verfliegen mit dem Liebeskummer ebenfalls die körperlichen Beschwerden. Falls dem nicht so ist oder sogar noch Depressionen oder gar Suizidgedanken auftreten, sollte ein Therapeut oder Psychiater aufgesucht werden. Nun aber die gute Nachricht für Leserinnen und Leser im Proberaum: Das Broken-Heart-Syndrom betrifft zum überwiegenden Teil ältere Menschen. Ob es daran liegt, dass man in jüngeren Jahren noch leichteren Herzens über eine Trennung hinwegkommt, weil das Leben noch vor einem liegt?

nach oben

Weitere Tipps, Tests und Artikel

Warum unser Plastikkonsum schlecht für die Umwelt und unsere Gesundheit ist.

Nachdem es immer mehr Rauchverbote hagelt, greifen junge Menschen zunehmend zu E-Zigaretten und E-Shishas.

Darauf müsst ihr achten, damit die Pille richtig wirkt. Informiert euch über die wirkungsbeeinträchtigenden Mittel.