Bin ich gut im Bett? Selbstzweifel ade!

Wovon hängt der Erfolg im Bett ab? Sicherlich nicht von messbaren Faktoren wie der Lautstärke, der Dauer des Aktes oder der sexy Kleidung. Vielmehr geht es um ein gegenseitiges Bemühen um die Lust des Partners.

Das Bett ist völlig zerwühlt, auf dem Sofa liegen Slip und BH und einer der vier Küchenstühle liegt auf dem Boden. Die Nacht war heiß. Aber nicht etwa, weil es Sommer ist, sondern weil es heiß her ging zwischen Anna und Tom. (Nennen wir sie mal so. Sie könnten genauso gut Nadja und Klaus heißen oder Mina und Lennart.) Beide sind Mitte Zwanzig und seit einem Monat ein Paar. Noch bewegt man sich auf neuem Terrain, die Spannung ist hoch und die Lust groß. Eigentlich könnte alles nicht besser sein – wenn da nicht eines morgens aus dem Nichts die Zweifel an Anna nagen würden: „Bin ich gut im Bett?" Die Frage ist so alt wie die Menschheit, aber doch immer wieder aktuell. Meistens kommt sie dann auf den Tisch – oder ins Bett, je nachdem wo man sich beim Sex mehr aufgehalten hat – wenn eine Beziehung noch frisch ist. Es steckt die Angst dahinter, dass man nicht „gut genug" sein könnte und die Beziehung in die Brüche gehen könnte. Doch auf die Frage gibt es keine objektive Antwort. Es stand in der Nacht kein Schiedsrichter daneben, der 10 von 10 möglichen Punkten vergeben konnte. Auch existieren keine Kriterien, mit denen sich die persönliche Sexkunst bewerten ließe. Was sollte das auch sein? Lautstärke, Stoßfrequenzen oder eine spezielle Hüftrotation? Man sollte jedenfalls nicht die forcierten Darbietungen in Pornofilmen zum Maß aller Dinge erklären.

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Guter Sex ist ein Gemeinschaftswerk

Manche Männer glauben darüber hinaus, dass bestimmte Maßstäbe guten Sex ausmachen wie die Mächtigkeit ihres besten Stücks oder die Dauer des Aktes. Frauen hingegen fragen sich, ob sie einen sexy Körper, aufgepeppt mit schwarzer Spitze brauchen, um als Sexbombe richtig einzuschlagen. Doch beides sind völlig falsche Ideale. Denn guter Sex ist kein Soloprojekt, sondern ein Gemeinschaftswerk. Aber dafür müssen sich beide um die Lust des anderen bemühen. Und das funktioniert nicht durch so einfache Dinge wie Technik, Ausstattung, Ausdauer oder sexy Kleidung. Vielmehr geht es darum, Wünsche zu erfüllen und zu äußern. Neugierig und offen für Neues zu bleiben und zu erahnen, ertasten und erspüren, was den Partner heiß macht.

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Das Leben ist kein Sexfilm

Das klingt komplizierter als es in Wirklichkeit ist. Bei Anna und Tom hat es sich einfach ergeben. Wer sich liebt und Lust aufeinander hat, kann gar nicht so viel falsch machen. Und das, was darüber hinaus geht, ergibt sich mit der Zeit. Wenn man sich näher kennt, weiß man was der andere mag und was nicht. Wichtig ist dabei, authentisch zu bleiben. Das Leben ist kein Sexfilm. Was die Zuschauer dort zu sehen bekommen, hat oft wenig mit der Realität zu tun. Die Schauspieler nachzuahmen, nur weil man glaubt, dann gut im Bett zu sein, funktioniert nicht. Der bessere Weg ist, auf sein Können – und die Liebe – zu vertrauen und den Sex einfach zu genießen. Und was die Zweifel am Morgen danach angehen: Besser ist es, die über den Bettrand zu werfen und statt über das eigene Können zu grübeln, lieber bei nächst bester Gelegenheit dafür sorgen, dass man als Paar gut ist.

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