Antibabypille: Die Tücken der wirkungsbeeinträchtigenden Mittel

Die Antibabypille durchgängig und richtig eingenommen und trotzdem plötzlich schwanger? Wie kann das sein, fragen sich viele. Zwar sind die ein oder anderen Kräuter und Medikamente, die die Wirkung herabsetzen, bekannt, doch wer einmal den Beipackzettel genau durchliest, der staunt.

Die Gefahren im Winter

Wenn es im Winter wieder kalt und nass wird, sind Husten und Erkältungen nicht selten. Ein Griff zum Hustensaft, der Arzt verschreibt Antibiotika, die Heizung wird voll aufgedreht und schon fühlt man sich wieder besser. Doch Vorsicht! Wer die Pille als Verhütungsmittel einnimmt, sollte sich genau informieren.

Die Pille und Hustensaft

Erkältungszeit heißt Hustenzeit. Meist wird bei einem Husten auch zum Hustensaft gegriffen, da dieser lindernd und schleimlösend wirkt. Doch genau diese schleimlösende Wirkung kann im Zusammenhang mit der Pilleneinnahme auch die Pillenwirkung beeinflussen. Denn die Pille bewirkt, dass sich der Schleimpfropf in der Gebärmutter nicht verflüssigt. Somit verschließt sich der Gebärmutterhals und den Spermien wird das Durchdringen erschwert. Dieser Schleim verändert sich jedoch aufgrund der schleimlösenden Wirkung des Hustensaftes. Sodass es zu einer verminderten Wirksamkeit der Antibabypille kommen kann.

Die Pille bei Einnahme von Antibiotika

Im Falle einer Erkrankung an einem bakteriellen Infekt ist die Therapie mit Antibiotika üblich und nur selten vermeidbar. Doch auch hier sollte man seinen Arzt über die Einnahme der Pille informieren und sich über Wechselwirkungen aufklären lassen.

Kräuterküche

Auch Kräuter finden im Rahmen der Schnupfenzeit mehr Anwendung. Doch da es sich hierbei um pflanzliche Präparate handelt, rechnen nur die Wenigsten mit Neben- bzw. Wechselwirkungen. Aber auch in der Kräuterküche lassen sich zahlreiche wirkungsbeeinträchtigende Mittel finden, wie zum Beispiel Johanniskraut. Denn dieses beschleunigt die Abbaurate in der Leber und verursacht somit, dass der Wirkspiegel im Blut zu gering ist. Wer also Heilpflanzen bevorzugt, sollte sich vor der Einnahme immer über die Wechselwirkungen mit der Antibabypille vertraut machen.

Vorsicht vor Hitze

Im Beipackzettel wird die Lagertemperatur bis zu 30°C angegeben. Temperaturen darüber hinaus führen dazu, dass sich die Bestandteile der Antibabypille voneinander lösen und die Wirksamkeit folglich nicht mehr gewährleistet wird. Diese Gefahr besteht jedoch nicht nur an heißen Sommertagen. Auch im Winter muss man einen geeigneten Ort für die Aufbewahrung der Pille finden, denn wenn die Heizungen auf Hochtouren laufen, kann die Raumtemperatur schnell eine hohe Temperatur annehmen. Daher empfiehlt sich die Pille nicht nahe der Heizung aufzubewahren und auf die Raumtemperatur zu achten.

Das A und O

Grundsätzlich gilt die Empfehlung sich ausreichend über die unterschiedlichsten wirkungsbeeinträchtigen Mittel zu informieren um mögliche ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Auskunft über die zahlreichen wirkungsbeeinträchtigenden Mittel können Apotheker, sowie Ärzte geben.

nach oben

Weitere Tipps, Tests und Artikel

Warum unser Plastikkonsum schlecht für die Umwelt und unsere Gesundheit ist.

Nachdem es immer mehr Rauchverbote hagelt, greifen junge Menschen zunehmend zu E-Zigaretten und E-Shishas.